POLA X

V'99

POLA X

Léos Carax
F/J/D/CH, 1999
Spielfilme, 134min,

POLA X

Léos Carax
F/J/D/CH, 1999
Spielfilme, 134min,

Mit: 
Guillaume Depardieu
Pierre
Katarina Golubeva
Isabelle
Catherine Deneuve
Marie
Drehbuch: 
Leos Carax
Lauren Sedofsky
Jean-Pol Fargeau (nach dem Roman 'Pierre
or The Ambiguities' von Herman Melville)
Ton: 
Jean-Louis Ughetto
Beatrice Wick
Jean-Pierre Laforce
Kamera: 
Eric Gautier
Schnitt: 
Nelly Quettier
Musik: 
Scott Walker
Ausstattung: 
Laurent Allaire
Kostüm: 
Esther Walz

Produktion: 
Arena Films
Weltvertrieb: 
Intermedia Arc Pictures
Verleih in Österreich: 
Filmladen
Format: 
35 mm
Farbe

Der junge Schriftsteller Pierre lebt mit seiner Mutter Marie in einem Schloß in der Normandie. Sie sind reich, schön und haben keine Sorgen. Jeden Morgen fährt Pierre mit seinem Motorrad, das ihm sein Vater hinterlassen hat, zu seiner Verlobten, der schönen Lucie. Sie lieben einander. Eines Nachts erzählt Marie Pierre, daß sie den Termin für seine Hochzeit mit Lucie fixiert hat. Sofort schwingt sich Pierre aufs Motorrad, um Lucie die gute Nachricht zu überbringen. Doch auf dem Weg, am Rande eines dunklen Waldes, stellt sich ihm eine rätselhafte, schöne, aber heruntergekommene junge Frau in den Weg: "Pierre, du bist nicht das einzige Kind. Ich bin deine Schwester Isabelle." Sie spricht mit einem starken osteuropäischen Akzent, Pierre glaubt ihr. Sein Vater, der Diplomat in Osteuropa war, hat seine Tochter offensichtlich vernachlässigt. Pierre beschließt, diesen Fehler wiedergutzumachen. Er läßt sein bisheriges Leben hinter sich, um mit Isabelle in Paris zu leben: "Mein ganzes Leben habe ich auf etwas gewartet, was mich vorwärtstreiben würde ... jenseits all dessen."
Pola X sollte eigentlich nur der Arbeitstitel sein. Pola steht für die Initialen der französischen Übersetzung, Pierre ou Les ambigui'tes, das X für die zehnte Version, die wir gemacht haben. (...) Mit 19 habe ich Melvilles Buch verschlungen und schon damals dabei an Kino gedacht, ohne zu wissen, daß ich jemals Regisseur werden würde. Als ich dann begann, Filme zu drehen, erinnerte ich mich wieder. Und seit ungefähr 1995 laboriere ich an dem Projekt herum. Trotzdem bleibt mir der Roman ein Rätsel. Ich habe mir einen neuen Zugang gesucht - den Krieg in Bosnien. Meine Heldin kommt aus dem Chaos nach Frankreich, bringt ihre schrecklichen Erfahrungen mit und stößt auf einen Mann ohne Erfahrungen. Diesen Zusammenprall fand ich brisant. (Leos Carax)