ORLANDO

V'09

ORLANDO

Sally Potter
GB/RUS/F/I/NL, 1992
Spielfilme, 93min, OF

ORLANDO

Sally Potter
GB/RUS/F/I/NL, 1992
Spielfilme, 93min, OF

Mit: 
Tilda Swinton
Orlando
Quentin Crisp
Königin Elizabeth I
Jimmy Somerville
Falsetto/Engel
Lothaire Bluteau
Khan
John Bott
Orlandos Vater
Elaine Banham
Orlandos Mutter
Anna Farnworth
Clorinda
Sara Mair-Thomas
Favilla
Anna Healy
Euphrosyne
Dudley Sutton
König James I
Billy Zane
Shelmerdine
Drehbuch: 
Sally Potter nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf
Ton: 
Kant Pan
Jack Stew
Kamera: 
Alexei Rodionov
Schnitt: 
Hervé Schneid
Musik: 
David Motion
Sally Potter
Ausstattung: 
Ben van Os
Jan Roelfs
Kostüm: 
Sandy Powell
Dien van Straalen

Produktion: 
Adventure Pictures, Lenfilm, Mikado Film, Rio, Sigma Filmproductions, British Screen Productions
Format: 
HD
Farbe
Remastered Version

Der Adelige Orlando lebt im späten 16. Jahrhundert am Hof von Königin Elisabeth I. von England. Hier beginnt auch seine Suche nach Liebe, Poesie, einem Platz in der Gesellschaft und dem Sinn des Lebens. Die Gabe der Monarchin an Orlando, ewig zu leben, ermöglicht ihm eine lange, philosophische Reise und einen Botschafter-Aufenthalt im Fernen Osten. Die andere Seite der Medaille zeigt sich, als Orlando, nach einem traumatischen Ereignis überdrüssig und abgestoßen von der männlichen Lebensweise, eines Morgens als Frau erwacht. Orlando sucht weiter nach der Wahrheit des Lebens, der Liebe und der Sexualität im England des späten 18. Jahrhunderts. Seine/ihre Reise durch die Zeit endet im lärmenden London von heute. Für jemanden, der vierhundert Jahre gelebt hat, ohne einen Tag zu altern, wird schließlich Androgynität der Schlüssel zum Glück. Ich würde das Androgyne unter den Oberbegriff «Unsterblichkeit» einordnen. In dieser imaginären Arena lässt sich mit allen möglichen Ideen herumspielen, um herauszufinden, was uns eigentlich so behindert. Der einzige Weg, um all diese Unterdrückungsmomente festzumachen, liegt darin, einfach weiterzuspinnen, was möglich wäre, denn dann treten alle Hindernisse unweigerlich hervor. Wenn ich von der Realität des Androgynen spreche, meine ich, dass, wenn wir einmal akzeptierten, dass männliche wie weibliche Wesen von Anfang an Unterdrückung erfahren, dass Mädchen wie Jungen in Verhaltensmuster gezwängt werden, wir auf die Tatsache stoßen würden, dass es eine Zeit «davor» gibt und dass wir diese als eine der Unschuld, der Freiheit begreifen müssen. Wenn es auch nur eine kurze Zeit war, so tragen wir doch alle diese Erinnerung in uns, eine reale Erinnerung, die vor der Zeit des Wissens liegt, was männlich oder weiblich ist, die Zeit der Menschlichkeit. (Tilda Swinton)