PATHS OF GLORY

V'09

PATHS OF GLORY

Stanley Kubrick
USA, 1957
Spielfilme, 87min, OF

PATHS OF GLORY

Stanley Kubrick
USA, 1957
Spielfilme, 87min, OF

Mit: 
Kirk Douglas
Colonel Dax
Ralph Meeker
Cpl. Paris
Adolphe Menjou
General Broulard
George Macready
General Mireau
Wayne Morris
Lt. Roget
Richard Anderson
Major Saint-Auban
Joseph Turkel
Private Arnaud
Timothy Carey
Private Ferol
Emile Meyer
Priester
Drehbuch: 
Stanley Kubrick
Calder Willingham
Jim Thompson nach einer Erzählung von Humphrey Cobb (1935)
Ton: 
Martin Muller
Kamera: 
George Krause
Schnitt: 
Eva Kroll
Musik: 
Gerald Fried
Ausstattung: 
Ludwig Reiber
Kostüm: 
Ilse Dubois

Produktion: 
Bryna Productions
Weltvertrieb: 
Hollywood Classics Linton House, 39/51 Highgate Road London NW51RS, Großbritannien T +44 20 7424 7280 geraldine@hollywoodclassics.com
Format: 
35 mm
Schwarz/Weiß
Kopie von restauriertem Negativ: Park Circus Limited 22-24 Woodlands Terrace Glasgow G3 6DF, Großbritannien T +44 141 332 2175 info@parkcircus.com

Frankreich, 1916. General Broulard beauftragt den ehrgeizigen General Mireau, einen von den Deutschen gehaltenen Hügel einzunehmen. Colonel Dax, der das Unternehmen ausführen soll, hat Bedenken, beugt sich aber dem Druck seines Vorgesetzten. Die Operation endet im Fiasko. Nach der verlorenen Schlacht lässt Mireau drei Soldaten exemplarisch vors Kriegsgericht stellen. Dax übernimmt ohne Erfolg deren Verteidigung: Wegen Feigheit vor dem Feind werden sie zum Tode verurteilt und exekutiert. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass der Krieg an diesem Mann vorbeizieht, ohne dass er ihn wahrnimmt. Ob er eine Frau habe, fragt ihn General Mireau bei seinem Besuch im Graben, und Timothy Carey als einfacher Soldat Ferol verneint. Dann werde eben seine Mutter auf ihn stolz sein, meint Mireau. Nach dem missglückten Angriff wird Ferol von seinem Kompanieführer zur Exekution bestimmt, weil er, wie er sich bei Dax beschwert, als «asoziales Element» gelte. Dabei sei er doch beim Angriff allein im Niemandsland gestanden. Erstaunlich, wie Carey von der Langeweile zur Wut und schließlich zur Verzweiflung wechselt. Wenigstens die Schabe in der Gefängniszelle wird ihn nicht überleben, wenigstens dafür kann er noch sorgen. In Paths Of Glory bleibt die wahre Revolte aus. Zwar tritt Dax entschieden für seine Leute ein, aber wir warten vergebens auf praktische Konsequenzen. Dieser Mann kann Furchtbares nicht nur nicht verhindern, er hat auch, wie er in den endlosen Unterredungen und seinem Plädoyer beweist, die richtigen, radikalen Einsichten in das, was um ihn herum - und das heißt: mit ihm selber - geschieht. Aber er tut nichts. (Theodor Kotulla, «Filmkritik» 12/1957)