NABBIE NO KOI

V'00

NABBIE NO KOI

NABBIE'S LOVE

Yuji Nakae
J, 1999
Spielfilme, 92min,

NABBIE NO KOI

Yuji Nakae
J, 1999
Spielfilme, 92min,

Mit: 
Naomi Nishida
Nanako
Tomi Taira
Nabbie
Seijin Noborikawa
Keitatsu
Susumu Taira
Sun Ra
Drehbuch: 
Yuji Nakae
Motoko Nakae
Ton: 
Makio Ika
Kamera: 
Kenji Takama
Schnitt: 
Ryuji Miyajima
Musik: 
Kenichiro Isoda
Michael Nyman
Seijin Noborikawa
Ausstattung: 
Tsutomu Makiya
Kostüm: 
Kumiko Ogawa

Produktion: 
Office Shirous & Yes Vision
Weltvertrieb: 
Office Shirous & Yes Vision
Format: 
35 mm
Farbe

Dies ist eine Geschichte aus Okinawa, einer kleinen Insel im Süden Japans. Eines Tages beobachtet Nanako, die gerade dorthin zurückgekehrt ist, zu ihrer Überraschung ihre Großmutter Nabbie und einen alten Mann in einer leidenschaftlichen Umarmung vor einem Grabstein. Was sie nicht weiß, ist, dass ihre Großmutter vor sechzig Jahren in eine tief romantische, allerdings unstandesgemäße Liebesgeschichte mit Sun Ra verstrickt war. Schnell verbreiteten sich Gerüchte über die beiden. Nabbie stammt aus einer geachteten, traditionsbewußten Familie. Deshalb bestand die Schamanin Yuta darauf, Sun Ra von der Insel zu vertreiben.
Keitatsu, Nanakos Großvater, erzählt seiner Enkelin von der Geschichte. Nabbie wurde gezwungen, sich von Sun Ra zu trennen, und er musste nach Übersee auswandern. Sie konnte ihn nicht vergessen und schrieb ihm jedes Jahr. Eines Morgens gehen Keitatsu und sein Gehilfe Fukunosuke wie gewöhnlich auf die Felder, um seine Kühe zu hüten. Nanako bringt ihnen ihre Lunchpakete. Als sie nach Hause zurückkehrt, ist Nabbie verschwunden. Nanako beginnt sofort, nach ihr zu suchen. Vom Strand aus sieht sie Nabbie und Sun Ra in einem kleinen Boot auf das offene Meer hinausfahren.
Okinawa liegt zwischen China und Japan. Früher war es ein kleines Königreich und hieß Ryukyu. Die Einwohner glaubten an ein Zusammenleben mit den Göttern und ihren Vorfahren und bewahrten ihre reiche Kultur. Seit dem 17. Jahrhundert stand Okinawa unter der Doppelherrschaft von China und Japan. In dieser Zeit durften die Einwohner keine Waffen tragen. Vor 130 Jahren übernahm Japan die Alleinherrschaft. Nach den tragischen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, als Okinawa der einzige Schauplatz von Gefechten zwischen Alliierten und Japanern in Japan war, wurde Okinawa bis 1972 von den USA regiert. Mittlerweile ist Okinawa wieder japanisch, aber die Einwohner nennen sich «Uchi-nan-chu» (Einwohner von Okinawa), im Gegensatz zu den «Yamaton-chu» (Japaner vom Festland). Außerdem halten sie ihre geistige Unabhängigkeit aufrecht. (Internationales Forum des Jungen Films, Katalog)