MOINDRE DES CHOSES

V'97

LA MOINDRE DES CHOSES

KLEINSTE KLEINIGKEIT, DIE

Nicolas Philibert
F, 1996
Dokumentarfilme, 104min, OmeU

LA MOINDRE DES CHOSES

Nicolas Philibert
F, 1996
Dokumentarfilme, 104min, OmeU

Ton: 
Julien Cloquet
Kamera: 
Katell Dijan
Nicolas Philibert
Schnitt: 
Nicolas Philibert
Musik: 
André Giroud
Produktion: 
Les Films d'Ici
Weltvertrieb: 
Celluloid Dreams
Format: 
35 mm
Farbe

 

Das psychiatrische Krankenhaus von La Borde im Department Loire-et-Cher ist eng mit dem Namen des französischen Psychiaters Jean Oury verbunden, der hier zusammen mit zwei Kollegen seine eigene Behandlungsmethode entwickelte. Auf dieses Institut hatten Freunde den französischen Dokumentarfilmer Nicolas Philibert schon früher hingewiesen, doch der hatte lange Zeit Zweifel, ob dies für ihn ein geeignetes Thema wäre. Erst als er von einem Theaterstück hörte, das dort alljährlich von Pa-tienten und Pflegepersonal aufgeführt wird, sah er Möglichkeiten zur Realisierung des Films. Philibert interessierte sich nicht so sehr für die Arbeitsweise des Instituts oder die "Krankheiten" der Patienten, sondern für die Proben zu dem Stück Operette, das von dem großen polnischen Surrealisten Witold Gombrowicz stammt. Die Idee, Gombrowicz' Traumspiel von Leuten spielen zu lassen, die selbst Probleme mit dem rationalen Erfassen der Wirklichkeit haben, erschien dem Regisseur brillant. Die Verbindung dieses Stücks mit der Antipsychiatrie, wie sie in La Borde praktiziert wird, führt zu verblüffenden Verfremdungseffekten.