LEVEN MET JE OGEN

V'98

LEVEN MET JE OGEN

LIVING WITH YOUR EYES

Ramón Gieling
NL, 1997
Dokumentarfilme, 55min,

LEVEN MET JE OGEN

Ramón Gieling
NL, 1997
Dokumentarfilme, 55min,

Mit: 
Johan van der Keuken
Noshka van der Lely
Barbara Hin
Drehbuch: 
Ramón Gieling
Ton: 
Wouter Veldhuis
Kamera: 
Goert Gitaij
Schnitt: 
Barbara Hin

Produktion: 
Allegri Producties
Weltvertrieb: 
Ideale Audience
Format: 
16 mm
Farbe

Johan van der Keuken dreht einen Kurzfilm über den chinesischen Fotografen To Sang, der seit zwanzig Jahren in der Albert-Cuypstraat lebt und arbeitet. Es ist Van der Keukens erster Film nach dem epischen Amsterdam Global Village, und er könnte genausogut "Amsterdam, Global Street" heißen, denn To Sangs Nachbarn sind Surinamesen, Pakistani, Niederländer, Chinesen und Kurden. Sie lassen sich vor dem Hintergrund eines kitschigen Dekors in die richtige fotogene Pose manövrieren. Das ergibt köstliche Szenen. Mit Gespür für beredte Details registriert (und inszeniert) der Regisseur die Wirklichkeit des Alltags. Wir haben ihn bei dem kurzen, aber intensiven Schöpfungsprozess beobachtet und einen Film über diesen Kurzfilm gedreht. Er enthüllt dabei einen Mechanismus, über den es viele Missverständnisse gibt: den Dokumentarfilm. 25 Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen beobachten Johan van der Keuken bei der Arbeit und reden über seine Filme und ihre Themen. Der Film endet dort, wo Van der Keuken seinen Film beginnt: bei den Straßenbahnschienen, die in die Albert-Cuypstraat führen und wo sich tatsächlich ein Stück des Amsterdam Global Village findet. (Ramón Gieling)

"Das Aufregendste an Fotografen ist, dass sie trotz der Technik, des Mechanischen also, das Subjektive und Emotionale entstehen lassen können" - diesen bewundernden Satz äußert der Filmemacher und Fotograf Johan van der Keuken. Leven met je ogen ist ein Porträt Van der Keukens und handelt also mehr vom Filmemachen als von der Fotografie, obwohl Van der Keuken einen Fotografen filmt. Der Titel geht auf eine Bemerkung Robert Franks über seinen niederländischen Kollegen zurück. Der Film hat noch eine andere Seite: Indem Gieling Van der Keukens Engagement für "seinen" Fotografen aufzeichnet, entsteht auch ein Porträt des Fotografen, wie der Regisseur ihn sieht, Franks Bemerkung lässt sich auch auf To Sang beziehen. (Peter van Bueren)