V’18: OCTOBER 25 – NOVEMBER 8, 2018

PAIN IS...

V' 98

PAIN IS...

Stephen Dwoskin
F/GB/D, 1997
Dokumentarfilme, 80min,

PAIN IS...

Stephen Dwoskin
F/GB/D, 1997
Dokumentarfilme, 80min,

Drehbuch: 
Stephen Dwoskin
Ton: 
Roger Ollerhead
Kamera: 
lan Wiblin
Stephen Dwoskin
Schnitt: 
Anthea Kennedy

Produktion: 
Les Films d'Ici
Weltvertrieb: 
Les Films d'Ici
Format: 
16 mm
Farbe

Stephen Dwoskin ist mehr als jeder andere in der Lage, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sein Film über Schmerz handelt daher auch von seinem eigenen Schmerz und von dem Genuss, den er daran hat. Es geht nicht nur um den Schmerz sadomasochistischer Spiele, sondern auch um den von Unfall und Krankheit. In dieser Hinsicht ist Dwoskins Film wesentlich kontroversieller als Cronenbergs Crash, denn in seiner Untersuchung über den Schmerz macht Dwoskin keine Unterscheidung zwischen gewolltem und ungewolltem Schmerz. Darüber hinaus nimmt er keinerlei Notiz von existierenden akademischen oder medizinischen Meinungen über Grausamkeit, Schmerz und Leiden. Er folgt seiner Intuition, die geschärft ist durch ein Leben mit einer Behinderung (nach einer Polio-Erkrankung musste er den größten Teil seines Lebens im Rollstuhl verbringen) und durch eine rücksichtslose Erforschung seiner eigenen (voyeuristischen und sadomasochistischen) sexuellen Neigungen. So behandelt der Film jede nur erdenkliche Art von Schmerz und erreicht jedes nur denkbare Level: von sehr einfach bis extrem komplex, von realistisch bis imaginär, vom Unfall zum Vergnügen. (Gertjan Zuilhof)

Schmerz gehört, wie die Liebe, zu den fundamentalen menschlichen Erfahrungen, die uns zu dem machen, was wir sind. Schmerz ist ein Paradoxon, das allen gehört und über das jeder spricht. Schmerz ist unsere Menschlichkeit, unsere Schwäche, aber auch unsere Stärke. Schmerz ist etwas, das wir alle kennen, aber nicht verstehen können. (...) Schmerz ist etwas Persönliches und sehr schwer zu beschreiben. Die meisten Menschen können daher nicht wirklich deutlich machen, wie sie Schmerz empfinden. Auf der anderen Seite ist unserer Wahrnehmung von Schmerz nicht zu trauen. Was wie Schmerz aussieht, muss nichts mit Schmerz zu tun haben. Wie man fühlt und wie sich der Schmerz darstellt, sind zwei voneinander unabhängige Dinge. Der Film dreht sich um die unterschiedlichen persönlichen Spielarten des Schmerzes, die dieser in verschiedenen Menschen auslöst und stößt uns unversehens in die Mitte zwischen der Kontroverse und dem Unbekannten. (Stephen Dwoskin)

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