LAATSTE WORDEN - MIJN ZUSJE JOKE (1935 - 1997)

V'99

LAATSTE WORDEN - MIJN ZUSJE JOKE (1935 - 1997)

LAST WORDS - MY SISTER JOKE (1935 - 1997)

Johan van der Keuken
NL, 1998
Dokumentarfilme, 52min,

LAATSTE WORDEN - MIJN ZUSJE JOKE (1935 - 1997)

Johan van der Keuken
NL, 1998
Dokumentarfilme, 52min,

Ton: 
Johan van der Keuken
Kamera: 
Johan van der Keuken
Schnitt: 
Menno Boerema
Johan van der Keuken
Musik: 
George Gershwin
Claudio Monteverdi
Khaled
Produktion: 
Big Pete Productions
Weltvertrieb: 
Ideale Audience Distribution
Format: 
Video (Betacam SP)
Farbe

Die erste Aufnahme von Last Words zeigt, wie ein Gemälde von Matisse, im gleichen Rahmen die prachtvolle Schönheit eines Gartens in der sommerlichen Brise und die massive, dunkle Einfassung eines Fensters. Das blühende, lächelnde Leben und das tiefe Schwarz des Todes, Im Off erzählt uns Joke, eine von Johan van der Keukens Schwestern, von ihrer zweiten Krebserkrankung, nunmehr im Endstadium. Dann erscheint ihr Gesicht auf der Leinwand. Mit großer Präzision beschreibt sie die Symptome und ihren Wunsch, diese zu leugnen. In diesem ersten Teil des Films ist sie zu Hause, und der Filmemacher hebt die friedliche und heitere Schönheit des Ortes hervor. Auf breite Kissen gestützt, berichtet Joke über ihren Schmerz. Der Filmemacher selbst tritt nie ins Bild. Er hört zu, stellt dann und wann eine Frage und sucht schrittweise Zugang zum Leben seiner Schwester. Diese spricht von ihren großen Zielen (sie ist Psychotherapeutin und kümmert sich um Drogensüchtige und Alkoholiker), von ihrem Willen, alles zu kontrollieren. Bis zum Ende, aber auch von ihrer Fähigkeit zum Mitfühlen und von den Leiden der anderen, die sie früher ungemein  bedrückten, ihr aber auch halfen, die Mitmenschen besser zu verstehen. Der zweite Teil des Films zeigt Joke auf ihrem Spitalsbett, Die Aufnahmen werden gedrängter. Trotz des Schmerzes ist Jokes innere Ruhe spürbar. Sie fühlt sich ruhig, mit ihrer Vergangenheit ausgesöhnt. Voller Liebe zu den Ihren, die sie dennoch zu verlassen beschlossen hat. Zuletzt kehrt Van der Keuken - eine letzte Hommage - für die Dauer von ein paar Bildern in die Vergangenheit zurück. So nimmt er Abschied von seiner Schwester, mit Zurückhaltung und Takt, und zeigt uns ein intimes Porträt einer unleugbaren Präsenz. (Bertrand Bacque)