FENGKUANG YINGYU

V'99

FENGKUANG YINGYU

CRAZY ENGLISH

Zhang Yuan
VR China, 1999
Dokumentarfilme, 90min,

FENGKUANG YINGYU

Zhang Yuan
VR China, 1999
Dokumentarfilme, 90min,

Drehbuch: 
Zhang Yuan
Ton: 
Shen Jianqin
An Wei
Hou Xiaohui
Kamera: 
Zhang Yuan
Schnitt: 
Xu Hong
Musik: 
Li Xiaolong

Produktion: 
Keetman Limited
Weltvertrieb: 
Celluloid Dreams
Format: 
35 mm
Farbe

Der Englischlehrer Li Yang zieht seit über zehn Jahren mit seiner einzigartigen Unterrichtsmethode, die auf Gebärden beruht, durch China. Im Jahre 1988 begann der 18jährige Li Yang seine Tour durchs ganze Land und hat seitdem unzählige Vorlesungen
in "verrücktem Englisch" vor mehr als 13 Millionen Personen in ungefähr sechzig Städten Chinas gehalten. Und macht immer weiter. Vor Tausenden von Schülern lehrt er an den verschiedensten öffentlichen Orten: in der Verbotenen Stadt, auf der Marco-Polo-Brücke, in Stadien und Universitäten und auf der Chinesischen Mauer. Im Lauf der Zeit ist der schüchterne Li Yang zu einem charismatischen Redner geworden, der aus seinem Massenunterricht (dem "Crazy English") eine voluntaristische Methode der Selbstbehauptung macht: Erfordert seine Schüler dazu auf, englische Leitsätze zu schreien, um ihre Hemmungen zu überwinden. Doch Li Yang verficht vor allem eine eigentlich politische Doktrin, die auf dem Kapitalismus und dem individuellen Erfolg gründet. Er ruft seinen Studenten zu: "Kommt zu internationalem Geld! Kommt auf Kosten der Ausländer zu Geld!Dies ist der amerikanische Traum, und ich will, daß dies zum chinesischen Traum wird."
Zhang Yuan drehte diesen abendfüllenden Dokumentarfilm auf die Bitte von Li Yang hin. Der Filmemacher nahm die Herausforderung an, neugierig geworden auf diese Symbolfigur eines sich im Wandel befindenden China. Li Yang gründete vor drei Jahren seine eigene Firma und ist dabei, ein großes Geschäft aufzuziehen. Als aufmerksamerBeobachter der sozialen Veränderungen in seinem Land zieht der Filmemacher mit dem Porträt dieser Figur, die außerhalb der Norm steht, die "harte Bilanz der wirtschaftlichen Reform", die auch das "Symptom der von der rechten Bahn abgekommenen demokratischen Hoffnungen" ist. (Charles Tesson)