Faust

V'16

Faust

Friedrich Wilhelm Murnau
D, 1926
114min, stumm

Bild: Sammlung Österreichisches Filmmuseum

Faust

Friedrich Wilhelm Murnau
D, 1926
, 114min, stumm

Mit: 
Gösta Ekman
Faust
Emil Jannings
Mephisto
Camilla Horn
Gretchen
Frida Richard
Gretchens Mother
Wilhelm Dieterle
Valentin
Mit: 
Bauten
Robert Herlth
Walter Röhrig
Am Klavier
Gerhard Gruber (am 6.11.)
Drehbuch: 
Hans Kyser
Kamera: 
Carl Hoffmann
Ausstattung: 
Robert Basilice
Kostüm: 
Robert Herlth
Walter Röhrig

Produktion: 
Universum-Film AG (UFA)
Format: 
35 mm
Schwarz/Weiß
basierend auf Goethes «Faust»

In Murnaus ganz eigener Mixtur des Mythos ist Fausts erster Impuls für einen Pakt mit dem Teufel ein zutiefst humanistischer, moderner: die pestgeplagten Menschen aus ihrem Leid zu erlösen. Im zweiten Anlauf erst lässt er sich zum Jungbrunnen überreden, von einem Mephisto, der hier ganz gefallener Engel ist und mit riesig-schwarzen Schwingen nur scheinbar übermächtig thront über der Welt. Denn in der Gretchengeschichte versagt das Böse gleich doppelt, als das Paar sich auf dem Scheiterhaufen in einer Apotheose der Liebe vereint.

Friedrich Wilhelm Murnau
Geboren 1888 in Bielefeld. Fällt durch seinen Umgang mit Licht und Schatten auf, wie in SCHLOSS VOGELÖD (1921) und NOSFERATU – EINE SYMPHONIE DES GRAUENS (1921) und steigert diesen bis zu einer Atmosphäre der Angst. Kooperation mit Thea von Harbou für DER BRENNENDE ACKER (1922) und PHANTOM (1922). Klassiker des Stummfilms mit DER LETZTE MANN (1924) und – in den USA – SUNRISE (1927) und CITY GIRL (1929). Unter dem Einfluss Flahertys entsteht der poetische Dokumentarfilm TABU (1931). Monate später stirbt er in Santa Barbara, Kalifornien.