DOGS

V'99

DOGS

Shunichi Nagasaki
J, 1998
Spielfilme, 78min,

DOGS

Shunichi Nagasaki
J, 1998
Spielfilme, 78min,

Mit: 
Kaori Mizushima
Miki
Kenichi Endo
Koichi
Taro Suwa
Abukawa
Drehbuch: 
Goro Nakajima
Shunichi Nagasaki
Ton: 
Hitoshi Yamada
Kamera: 
Shigeru Honda
Schnitt: 
Shunichi Nagasaki
Musik: 
Toshinori Kondo
Ausstattung: 
Yohei Taneda

Produktion: 
Omiya Visual Image Production Co. Ltd.
Weltvertrieb: 
Bitters End
Format: 
Video (Betacam SP)
Schwarz/Weiß

Die Polizistin Miki verfolgt einen Flüchtigen, als sie an einem in einen Unfall verwickelten Wagen vorbeikommt, Sie sieht, wie der Fahrer Koichi im Begriff ist, das vergossene Benzin anzuzünden, um sich und seinen Beifahrer zu töten. Sie schafft es, Koichi aus dem Wagen zu ziehen, doch der Passagier stirbt in der nachfolgenden Explosion. Als sie Koichi im Spital besucht und ihm erzählt, daß sie das Geschehnis als Unfall zu den Akten gelegt hat, beginnt er zu verstehen, daß ihre Komplizenschaft Anzeichen einer sexuellen Faszination ist.Ein Privatdetektiv allerdings hat den Unfall und das brennende Auto fotografiert und beginnt bald, Koichi zu erpressen. Indem sie ihn beiseite schaffen, werden Miki und Koichi nicht nur zu Liebhabern, sondern auch zu Mördern. Einer von Mikis Kollegen wird mißtrauisch. Nagasakis Pfad durch das japanische Kino bleibt absolut einzigartig. Es wäre ein leichtes für ihn, dem Massengeschmack zu folgen und Genrefilme zu machen, die er immer noch mit einer "persönlichen Note" versehen könnte. Statt dessen entscheidet er sich, nahe an seinen Wurzeln im unabhängigen Film zu bleiben und seine höchst eigenwillige
Erforschung des moralischen Verhaltens von Männern und Frauen unter extremen Bedingungen weiterzuverfolgen, besonders von Menschen, die das Gesetz gebrochen haben. Dogs wurde für eine Satelliten-TV-Station auf Video gedreht; trotzdem kann man schon in der Eröffnungssequenz erkennen, daß es sich eindeutig um einen Nagasaki-Film handelt. Dogs ist ein Film Noir ohne den üblichen Retro-Look, gespielt, fotografiert und geschnitten im Geiste des Guerilla-Filmemachens. (Tony Rayns)