Dillinger è morto

V' 17

Dillinger è morto

Dllinger Is Dead

Marco Ferreri
I, 1969
Spielfilme, 95min, OmeU

Quelle: Filmarchiv Austria Quelle: Filmarchiv Austria

Dillinger è morto

Marco Ferreri
I, 1969
Spielfilme, 95min, OmeU

Mit: 
Michel Piccoli
Glauco
Anita Pallenberg
Ginette
Annie Girardot
Sabine
Adriano Aprà
Movie critic
Drehbuch: 
Marco Ferreri
Sergio Bazzini
Ton: 
Carlo Diotallevi
Kamera: 
Mario Vulpiani
Schnitt: 
Mirella Mercio
Musik: 
Teo Usuelli
Ausstattung: 
Nicola Tamburo

Produktion: 
Pegaso Cinematografica
Ital-Noleggio Cinematografico
Format: 
35 mm
Farbe

Ferreri lädt uns ein, zu beobachten, was eine Person allein in ihrer Wohnung so treibt: Glauco kocht sein Abendessen und findet im Küchenschrank einen alten Revolver – die kränkelnde Ehefrau und das Dienstmädchen sind im oberen Stockwerk. Eine Stunde lang – der Film ist zum Teil in Echtzeit gedreht – fummelt er damit herum, während er nebenher kocht, isst, Super-8-Filme anschaut, unlustig seine Frau – selbst im Fieberschweiß büßt Anita Pallenberg wenig von ihrer Schönheit ein – versorgt und zum Dienstmädchen ins Bett steigt. Dann kehrt er in die Küche zurück, um nach den Patronen zu suchen … Ein Vorläufer des Mannes als Kindskopf, der sich ja inzwischen weit verbreitet hat.

Marco Ferreri
Geboren 1928 in Mailand. Dreht Ende der 1940er Jahre Werbefilme, arbeitet später für Alberto Lattuada und Cesare Zavattini. 1956 geht er nach Spanien, wo er den Humoristen Rafael Azcona kennenlernt, mit dem er 1958 sein satirisch-groteskes Spielfilmdebüt EL PISITO realisiert. Ferreris Arbeiten fallen durch ihre nonkonformistische, gleichwohl schwer zu fassende Haltung auf. Sein Film LA GRANDE BOUFFE (1973) wird zu einem Skandal. Auswahl: TOUCHE PAS À LA FEMME BLANCHE (1974), L’ULTIMA DONNA (1976), CIAO MASCHIO (1978), LA CARNE (1991). Ferreri stirbt 1997 in Paris.