CUTTER'S WAY

V'98

CUTTER'S WAY

Ivan Passer
USA, 1981
Spielfilme, 105min,

CUTTER'S WAY

Ivan Passer
USA, 1981
Spielfilme, 105min,

Mit: 
Jeff Bridges
John Heard
Lisa Eichhorn
Drehbuch: 
Jeffrey Alan Fiskin nach dem Roman Cutter and Bone von Newton Thornburg
Ton: 
Petur Hliddal
Kamera: 
Jordan Cronenweth
Schnitt: 
Caroline Biggerstaff
Musik: 
Jack Nitzsche
Ausstattung: 
Josan F. Russo

Produktion: 
United Artists
Weltvertrieb: 
UIP Sales
Verleih in Österreich: 
UIP
Format: 
35 mm
Farbe

John Heards verkrüppelter Vietnamveteran ist immer noch eine der irritierendsten Leinwandcharaktere aller Zeiten. Der Schauplatz ist ein surrealistisches Santa Barbara, in dem die beiden Freunde Cutter und Bone über einen Mord stolpern, den möglicherweise einer der mächtigsten Bürger der Stadt begangen hat. Dem Drang der Post-Watergate-Ära nach voller Aufdeckung des Skandals und nach moralischer Wiederaufrüstung steht der modernistische Ansatz von der Relativität jeglicher Wahrheit gegenüber. Ein schöner, sehr ambitionierter Film. (Dave Kehr)

In Cutter's Way entwickelt Ivan Passer seine exzentrischste Figur, Alex Cutter, einen mehrfach verstümmelten Vietnamveteranen, dessen anarchisches Verhalten aus seiner Suche nach einem Objekt für seine Wut resultiert. In einer verstörend grimmigen Erforschung des Alptraums Vietnam, der durch den beständigen Glauben an den amerikanischen Traum nur wenig maskiert ist, entlarvt Passer falsche Vorstellungen von Heldentum und Erfolg und dahinter eine korrupte Mentalität, ohne mit dem Zeigefinger in eine bestimmte Richtung zu deuten. Cutters Zustand ist eine Folge davon, dass er an diesen Traum geglaubt hat. Als Rache will er einen mächtigen Mann zur Strecke bringen, einen Repräsentanten jenes Systems, das sein Leiden verursacht hat. Besonders beeindruckend ist das unaufgelöste Ende des Films. Der Zuschauer ist gezwungen, sowohl die Bedeutung als auch das Ergebnis der letzten Sequenz selbst zu entschlüsseln. Cutter's Way war nicht nur ein persönlicher Triumph für Passer, sondern bewies auch die Stärke von United Artists Classics, einer Unterabteilung der Mutterfirma, die den Film in der Post-Heaven’s-Gate-Hysterie im Stich gelassen hatte. (Doug Tomlinson)