AMARILLO

V'06

EL AMARILLO

YELLOW, THE

Sergio Mazza
Argentinien, 2006
Spielfilme, 87min, OmeU

EL AMARILLO

Sergio Mazza
Argentinien, 2006
Spielfilme, 87min, OmeU

Mit: 
Gabriela Moyano
Alejandro Barratelli
Myrtha Frantinni
Drehbuch: 
Sergio Mazza
Ton: 
Juan Pablo Ojea
Diego Polischer
Kamera: 
Luis Trujillo
Schnitt: 
Nicolás Moro
Mercedes Oliveira
Sergio Mazza
Musik: 
Gabriela Moyano
Ausstattung: 
Sergio Mazza

Produktion: 
Masa Latina Zamudio 4768 1419 Buenos Aires, Argentinien T 11 45731824 masalatina@fibertel.co.ar
Weltvertrieb: 
Guido Rud Films Shark Soler 4845 1419 Buenos Aires, Argentinien T 11 4774 50 44 guido_rud@filmsharks.com
Format: 
35 mm
Farbe

Sergio Mazzas El amarillo beginnt damit, dass ein junger Mann in einer Provinzstadt ankommt - in einer lauten Nacht: Insekten, Kröten und Hunde sorgen für eine dauerhafte Geräuschkulisse. Der Fremde scheint aus Buenos Aires zu kommen, und er scheint immerhin mehr sprechen zu wollen als die Einheimischen, deren Sätze sich auf wenige Worte beschränken. Die Kamera, die sich ihm in der Folge an die Fersen heftet, scheint die Geschehnisse förmlich auszuspionieren, während die Sonne gleichförmig auf die Stadt niederbrennt. «Woher stammen Sie?», fragt ihn eine Frau. «Aus Olivos, kennen Sie es?» - Stille. Sicher ist nur, dass der Unbekannte auf Jobsuche ist - oder vielmehr auf der Suche nach Unterkunft und Essen und ein wenig Gefühl von Zugehörigkeit, das er im Treffpunkt der Stadt zu finden hofft. Dieser heißt «El amarillo» und ist zugleich Bar und Bordell, von Frauen geführt und beherrscht. Hier trifft er schließlich die Sängerin Amanda, die ihn an seine Vergangenheit erinnert - und der junge Mann beschließt zu bleiben. Der Protagonist in El amarillo sucht als Verbannter am Land nach Arbeit, dort, wo die Armut deutlich sichtbar ist. Hier lässt er sich nieder, fasziniert von der Frau, die in der Bar singt, was ihn an etwas aus seiner Vergangenheit erinnert. El amarillo dreht sich um die argentinische Grenzregion, bewohnt von erschöpften und doch noch nicht wirklich menschlichen Wesen, voll von unerwarteter Energie. Es ist ein Land jenseits der Hauptstadt, das in der Lage ist, so viele individuelle Erfahrungen zu vergessen. (Silvana Silvestri)