AGUA

V'06

AGUA

Verónica Chen
Argentinien/F, 2006
Spielfilme, 89min, OmeU

AGUA

Verónica Chen
Argentinien/F, 2006
Spielfilme, 89min, OmeU

Mit: 
Rafael Ferro
Nicolás Mateo
Gloria Carrá
Leonora Balcarce
Pablo Testa
Jimena Anganuzzi
Diego Alonso
Drehbuch: 
Verónica Chen
Pablo Lago
Ton: 
Martín Grignaschi
Federico Billordo
Kamera: 
Sabine Lancelin
Matías Mesa
Schnitt: 
Jacopo Quadri
César D'Angiolillo
Ausstattung: 
Eva Duarte
Kostüm: 
Paola Delgado

Produktion: 
Bambú Cine SRL Billinghurst 1599 1425 Buenos Aires, Argentinien T 11 48 25 65 73 agua@bambu.com.ar
Weltvertrieb: 
Celluloid Dreams 2 rue Turgot 75009 Paris, Frankreich T 1 49 70 85 64 info@celluloid-dreams.com
Format: 
35 mm
Farbe

Der 34-jährige Argentinier Goyo, früher Champion im Freiwasserschwimmen, hat, nachdem er des Dopings beschuldigt wurde, alles aufgegeben und sich in die Wüste zurückgezogen. Als jedoch acht Jahre später die Vorbereitungen für den Schwimm-Marathon von Santa Fe-Coronda in vollem Gange sind, beschließt er, an den Ort seiner früheren Schmach zurückzukehren und seinen Titel zurückzuerobern. Doch während der Vorbereitungen wird er von quälenden Ängsten befallen, die ihn am Training hindern. Er lernt den 20-jährigen Schwimmer Chino kennen, der davon träumt, in die Nationalauswahl zu kommen und - wie Jahre zuvor Goyo - eine schmerzliche Niederlage einstecken muss. Goyo, der sich im jungen Kollegen selbst wiederzufinden glaubt, schlägt Chino vor, dieser solle als sein Lotse im Begleitboot für den Schwimm-Marathon mitfahren. Mit großem ästhetischen Gespür filmt Chen die Schwimm-Wettbewerbe in langen Unterwasser-Kamerafahrten, fängt die Körper beim Training ein und vermittelt das Gefühl, was es heißt, gegen das nasse Element, das klar, trüb oder erdig sein kann, anzukämpfen. Sogar den Ton setzt Chen gezielt ein, um diese Erfahrung zu verstärken. Interessant ist Agua aber auch aufgrund der inneren Widersprüche der beiden männlichen Protagonisten und ihres ganz persönlichen Verständnisses vom Siegen und Aufgeben: Goyo ist eine Art Held, der Niederlagen nicht akzeptieren kann; ganz anders als der klassische Siegertyp ist er aber eher schüchtern, einzelgängerisch und schweigsam. Chino dagegen träumt von einem Sieg, den er als einzige Möglichkeit sieht, seiner materiellen Misere zu entkommen. Trotz härtesten Trainings ist er jedoch bald versucht aufzugeben. Die Beziehung dieser beiden Männer wird so zum zentralen Aspekt des Films, dem es - entgegen seines Titels - gelingt, beinahe ein ätherisches Gefühl zu vermitteln. (Olivier Bombarda)