5X2

V'04

5X2

François Ozon
F, 2004
Spielfilme, 90min, OmdU

5X2

François Ozon
F, 2004
Spielfilme, 90min, OmdU

Mit: 
Valeria Bruni-Tedeschi
Marion
Stéphane Freiss
Gilles
Géraldine Pailhas
Valérie
Françoise Fabian
Monique
Michael Lonsdale
Bernard
Drehbuch: 
François Ozon
Emmanuèle Bernheim
Ton: 
Jean-Pierre Duret
Brigitte Taillandier
Kamera: 
Yorick Le Saux
Schnitt: 
Monica Coleman
Musik: 
Philippe Rombi
Ausstattung: 
Katia Wyskop
Kostüm: 
Pascaline Chavanne

Produktion: 
Fidélité Productions 13 rue Étienne-Marcel, 75001 Paris, Frankreich T 1 55 34 98 08 fidelite@fideliteproductions.com
Weltvertrieb: 
Celluloid Dreams 2 rue Turgot 75009 Paris, Frankreich T 1 49 70 03 70 info@celluloid-dreams.com
Verleih in Österreich: 
Polyfilm Verleih Margaretenstraße 781050 Wien T 1 581 39 00 20 polyfilm@polyfilm.at
Format: 
35 mm
Farbe

Von der Gegenwart ausgehend rückwärts zu den Anfängen erzählt der Film die Geschichte des jungen Paares Gilles und Marion und ihrer wechselhaften Beziehung. Aber die Begebenheiten im Leben dieses durchschnittlichen Paares Mitte dreißig erfahren durch die gegenläufige Chronologie und ungewöhnliche Erzählweise eine ganz außerordentliche Spannung. In 5 x 2 arrangiert Ozon sein erzählerisches Puzzle zum gnadenlos liebevollen Doppelporträt einer ganzen Generation. Nach der exaltierten Hommage an die magischen 8 femmes und seinem raffinierten Krimi Swimming Pool demonstriert Ozon hier, welche Souveränität er nun gewonnen hat, welch elektrisierende Präzision er mit zwei grandiosen Darstellern wie Valeria Bruni-Tedeschi und Stéphane Freiss in Szene setzen kann. Fünf Kapitel aus der Geschichte eines Paars, vom Ende her erzählt, beginnend mit dem Scheidungsanwalt, endend mit der ersten Begegnung am Strand, inklusive Sonnenuntergang. Unendlich traurig, umwerfend schön und wahrhaftig. Traurig, weil Cocteaus maliziöse Definition der Liebe («Liebe heißt, dass einer leidet und der andere sich langweilt.») bewiesen wird, aber ohne Zynismus, ohne Ironie, mit einer gestischen Evidenz, wie sie nur das französische Kino hinkriegt: schwereloser Tanz und unerbittliche Wahrheit. Ozon kann uns Blicke vorführen, denen man jeden Funken der Leidenschaft uneingeschränkt glaubt, und Berührungen, die alle Schattierungen des Begehrens fühlbar machen. Um so grausamer, wenn dann dort, wo Zartheit und vertrautes Geflüster waren, das Szenario der Desillusionierungen in jeder Nuance durchgespielt wird: Eifersucht, Konkurrenz, Aversionen, Gleichgültigkeit. (Rainer Gansera)