Tangles
Nach dem Tod ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter verarbeitete Zeichnerin Sarah Leavitt ihre Erinnerungen auf ungewöhnliche Weise: in der autobiografischen Graphic Novel TANGLES. Nelson hat aus diesem Werk einen Animationsfilm gemacht, der die queere Identitätssuche der Autorin mit dem tief ergreifenden Porträt einer (umgekehrten) Mutter-Tochter-Beziehung verbindet und für einen schmerzhaften Abschiedsprozess kunstvoll-eindringliche Bilder, überwiegend in Schwarzweiß, findet. Der schleichende Verlust ist dabei aber längst nicht nur geprägt von Trauer und Angst, sondern auch von liebevoller Nähe, ja sogar für komische Momente ist Raum. (Sascha Rettig)