Erinnerungen eines Waldes
Die Oma ist verstorben. Frieda reist zum Begräbnis nachHause, vom Studium in Wien zurück aufs Land und den Hof, mit dem die Eltern kaum mehr über die Runden kommen. Vielleicht hilft das Holz aus dem Wald, den die Oma einst als Investition in die Zukunft gepflanzt und den Frieda nun geerbt hat? Mit Gefühlen – des Verlusts, der Angst, der Zuneigung – geht in Rabls Langfilmdebüt niemand hausieren; man hat sich gefälligst im Griff. Die Schauspielerei entfaltet daher umso größere Resonanz. Noch die kleinste Nuance des Ausdrucks fügt dem aufmerksam und genau gezeichneten Milieu Bedeutung hinzu. Am Ende ist es eine ganze Welt mit ihrer Geschichte. (Alexandra Seitz)