ZEMLJA

V' 04

ZEMLJA

Alexander Dovshenko
UdSSR, 1930
73min, stumm

ZEMLJA

Alexander Dovshenko
UdSSR, 1930
, 73min, stumm

Mit: 
Stepan Shkurat
Opanas
Semyon Svashenko
Wassili Opanas
Yuliya Solntseva
Wassilis Schwester
Yelena Maksimova
Natalya, Wassilis Verlobte
Nikolai Nademsky
Semyon Opanas
Pyotr Masokha
Khoma
Vladimir Mikhajlov
Dorfpriester
Drehbuch: 
Alexander Dovshenko
Kamera: 
Daniil Demutski
Schnitt: 
Alexander Dovshenko
Musik: 
Lev Revutski
Ausstattung: 
Wassili Krichevski

Produktion: 
Wufku
Format: 
35 mm
Schwarz/Weiß

Dovshenkos poetisch-propagandistischer Film erzählt von den Veränderungen, die Industrialisierung und Kollektivierung der Landwirtschaft für die Menschen in seiner ukrainischen Heimat brachten. Der junge Held Wassili setzt sich erfolgreich dafür ein, dass sein Dorf einen Traktor bekommt, verliebt sich und erlebt eine einzige Ernte mit der neuen Maschine. Dann erschießt ihn ein Kontrahent, kann aber die landwirtschaftliche Revolution damit nicht aufhalten. Was den Stil betrifft, ist der Film spektakulär wegen der Originalität, mit der er die herkömmliche Erzählung durch poetische Kontinuität ersetzt. Er ist umrahmt von lyrischen Bildern von Himmel und Erde und vom Reichtum der Früchte der Natur. Er beschreibt den Aufenthalt des Menschen in einem pantheistischen Universum aus Fruchtbarkeit, Leben und Tod. Eine Folge von leidenschaftserfüllten Episoden die stärker sind als die Handlung nimmt die Anliegen des Avantgardefilms vorweg durch die Art, in der Daseinszustände erforscht werden. Die wirkliche Bedeutung des Films beruht nicht so sehr auf dem Gehalt als auf der Untergrabung vereinbarter Formen; er ist ein Meisterwerk des modernen Films, um dreißig Jahre seiner Zeit voraus. (Amos Vogel)