VOYAGES

V'99

VOYAGES

TRACKS

Emmanuel Finkiel
F, 1999
Spielfilme, 115min,

VOYAGES

Emmanuel Finkiel
F, 1999
Spielfilme, 115min,

Mit: 
Shulamit Adar
Riwka
Liliane Rovere
Régine
Esther Gorintin
Vera
Drehbuch: 
Emmanuel Finkiel
Ton: 
Pierre Gamet
Francois Waledisch
Kamera: 
Hans Meyer
Jean-Claude Larrieu
Schnitt: 
Emmanuelle Castro

Produktion: 
Les Films du Poisson
Weltvertrieb: 
MK2 Diffusion
Format: 
35 mm
Farbe

Die Suche dreier Frauen, deren Schicksale sich überlagern: Riwka ist 65. Sie fährt mit einem Touristenbus von Warschau nach Auschwitz. Der Bus bricht auf halber Strecke zusammen. Die ängstlichen Passagiere unterhalten sich auf Jiddisch. Riwka gerät mit
ihrem Mann in heftigen Streit. Regine, die genauso alt ist, glaubt, ihren Vater gefunden zu haben - einen sehr alten Mann mit einem lückenhaften Gedächtnis, der aus Litauen nach Paris gekommen ist, um sie zu finden. Jiddisch ist seine einzige Ausdrucksmöglichkeit. Vera, eine 80jährige Russin, die allein in der Welt steht, ist nach Israel ausgewandert. Sie sucht nach einer Cousine, mit der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Sie durchkämmt Tel Aviv mit dem Bus, Vorort für Vorort, die langen, geschäftigen Boulevards. Durch puren Zufall lernt sie Riwka kennen. Überrascht stellt Vera fest, daß Riwka eine der wenigen Menschen in Tel Aviv ist, die Jiddisch sprechen können. Die Geschichten sind erfunden, aber sie basieren alle drei auf realen Ereignissen. Als ich am Drehbuch arbeitete, versuchte ich die Gefühle nachzuempfinden, die ich vor Jahren hatte, als ich die Erzählungen dieser Leute hörte, die über die ganze Welt verstreut waren und deren Lebenslinien sich doch kreuzten: all diese alten Leute, die mit einem komischen Akzent-sprachen, Cousinen und alte Tanten, die getrennt worden waren und ihre Zeit damit verbrachten, einander wiederzufinden oder einander zu vermissen. Jede dieser Geschichten war einzigartig, und doch schienen sie Teil einer einzigen Begebenheit zu sein. Ich beschloß, für meine drei Geschichten eine lineare Erzählstruktur zu wählen. Die drei Stories sollten Zeit haben, sich zu entfalten, auch ohne einen drehbuchtechnischen Trick. Ich wollte, daß sich das Schicksal jeder Figur ein bißchen vom Drehbuch entfernt, und daß sich ihr Leben auf der Leinwand wie das von Menschen aus Fleisch und Blut entwickelt, mit wirklichen Emotionen und mit der Freiheit, auch "außerhalb" des Films existieren zu können. (Emmanuel Finkiel)