Schakale und Araber

V'14

Schakale und Araber

Jean-Marie Straub
CH, 2011
Kurzfilme, 11min, OmeU

© Viennale © Viennale

Schakale und Araber

Jean-Marie Straub
CH, 2011
Kurzfilme, 11min, OmeU

Mit: 
Barbara Ulrich
Giorgio Passerone
Jubarite Semaran
Drehbuch: 
Jean-Marie Straub
Kamera: 
Christophe Clavert

Produktion: 
Belva Film
Weltvertrieb: 
Belva Film
Format: 
DigiBeta
Farbe

Das alte Klischee vom Prophetischen bei Kafka trifft es nicht. Er hat vielmehr wie ein Schakal gespürt, woher der Wind weht. Und wohin. Und ohne jede Modernisierung oder sogenannte Aktualisierung hat Straub Kafka beim Wort genommen. Daraus entstanden ist ein so wunderbares und schlafwandlerisches Werk, eine so weise und freche Arbeit, wie sie nur einer der größten Filmemacher unserer Zeit zu machen im Stande ist. Eine Frau als Schakal. Eine Schere, die durch die Wüste wandert. Der unsichtbare Herr aus dem Norden. Und ein Araber, der ein italienischer Philosoph ist und aus dem Kafka spricht wie die Stimmen zu Pfingsten aus den Aposteln. Was für ein Vergnügen. Was für eine Komik. Welch ein Erschrecken. Im Kino gewesen. Gestaunt.

Mit DE PALESTIJNEN
 

Jean-Marie Straub
Geboren 1933 in Metz. Gemeinsam mit Danièle Huillet (1936–2006) dreht er über dreißig Filme, die – ausgehend von literarischen oder musikalischen Vorlagen – stets von politischer und historischer Analyse getragen sind. (Auswahl): MACHORKA-MUFF (1962, KF), CHRONIK DER ANNA MAGDALENA BACH (1976), GESCHICHTSUNTERICHT (1972), MOSES UND ARON (1974), KLASSENVERHÄLTNISSE (1983), DER TOD DES EMPEDOKLES (1986), ANTIGONE (1991), VON HEUTE AUF MORGEN (1996), OPERAI, CONTADINI (2000).
Die Viennale zeigte 2004 eine Retrospektive ihres Gesamtwerks.

Siehe auch NICHT VERSÖHNT ODER ES HILFT NUR GEWALT, WO GEWALT HERRSCHT, KOMMUNISTEN und À PROPOS DE VENISE.