SCANNER DARKLY

V'06

A SCANNER DARKLY

Richard Linklater
USA, 2005
Spielfilme, 100min, OF

A SCANNER DARKLY

Richard Linklater
USA, 2005
Spielfilme, 100min, OF

Mit: 
Keanu Reeves
Robert Downey Jr
Woody Harrelson
Rory Cochrane
Winona Ryder
Mit: 
Animation
Bob Sabiston
Drehbuch: 
Richard Linklater nach einer Vorlage von Philip K. Dick
Ton: 
Justin Hennard
Kamera: 
Shane F. Kelly
Schnitt: 
Sandra Adair
Musik: 
Graham Reynolds
Ausstattung: 
Bruce Curtis
Kostüm: 
Kari Perkins

Produktion: 
Warner Independent Pictures 4000 Warner Boulevard Burbank, CA 91522, USA T 818 954 64 30 laura.kim@warnerbros.com
Weltvertrieb: 
Warner Bros. 4000 Warner Boulevard Building 76, Room 231 Burbank, CA 91522, T 818 954 47 99 F 818 954 47 85
Verleih in Österreich: 
Warner Bros. Zieglergasse 10 1070 Wien, T 1 523 86 26 0 inga.koenig@warnerbros.com
Format: 
35 mm
Farbe

Orange County, Kalifornien, in der nahen Zukunft: Wer die so genannte Droge «D» zu sich nimmt, verliert jeglichen Bezug zur Realität und entwickelt verschiedene Persönlichkeiten. «D» hat das Land erobert, der Staat ist machtlos und lässt die Bevölkerung von Undercover-Polizisten bespitzeln. Auch der Polizist Bob ist der Substanz verfallen. Er kann seine Abhängigkeit kaum noch verheimlichen, während seine Vorgesetzten immer misstrauischer werden. Weil Bob einen hochmodernen Tarnanzug trägt, bleibt seine wahre Identität geheim - und so wird er beauftragt, neben seinen Freunden auch sich selbst zu bespitzeln. Bob versinkt immer tiefer im Drogenrausch, bis er zwischen der Realität und seiner Fantasie nicht mehr unterscheiden kann. Die hintergründigen Geschichten von Philip K. Dick zu verfilmen kann nicht leicht sein. Richard Linklater bringt in A Scanner Darkly das von ihm zuletzt in Waking Life verwendete Rotoskopie-Verfahren erneut zum Einsatz und distanziert sich somit von jeglicher etablierter Science-Fiction-Optik. Die Handlung ist schlichtweg über jegliche Kritik erhaben: vielschichtig, abwechslungsreich, intelligent und überraschend. Was an A Scanner Darkly also interessiert, ist die Frage, ob es Sinn macht, einen Film, noch dazu mit namhaften Schauspielern, zu drehen, um ihn danach wieder zu «übermalen» - und das tut es. Denn es sind hier gerade die Protagonisten, die dadurch besonders gut zur Geltung kommen. Der Verfremdungseffekt, den der Zuschauer durch die Rotoskopie erfährt, vermittelt zudem andeutungsweise den Zustand, in dem sich der Protagonist befinden muss - und macht dessen Dilemma für den Betrachter erfahrbar. (Tom Maurer)