RABIA

V' 08

LA RABIA

Albertina Carri
Argentinien, 2008
Spielfilme, 83min, OmeU

LA RABIA

Albertina Carri
Argentinien, 2008
Spielfilme, 83min, OmeU

Mit: 
Nazarena Duarte
Nati
Víctor Hugo Carrizo
Poldo
Gonzalo Pérez
Ladeado
Javier Lorenzo
Pichón
Analía Couceyro
Ale
Dalma Maradona
Mercedes
Mit: 
Animation
Manuel Barenboim
Drehbuch: 
Albertina Carri
Ton: 
Rufino Basavilbaso
Kamera: 
Sol Lopatín
Schnitt: 
Alejo Moguillansky
Ausstattung: 
Ana Cambre

Produktion: 
Matanza Cine Medrano 1314 1179 Buenos Aires, Argentinien T 11 48 61 40 06 info@matanzacine.com.ar
Weltvertrieb: 
Bavaria Film International Bavariafilmplatz 8 82031 Geiselgasteig, Deutschland T 89 64 99 26 0 sales@bavaria-film.de
Format: 
35 mm
Farbe

Als Poldo, einen verbitterten, wortkargen Bauer, der in der argentischen Pampa einen kleinen Hof betreibt, das Gefühl beschleicht, dass sein Nachbar Pichón seine kleine, stumme Tochter Nati beleidigt haben könnte, bricht er jeden Kontakt zu seinem alten Bekannten ab. Auch seiner Ehefrau verbietet er jeglichen Umgang mit Pichón - ohne zu ahnen, dass die beiden eine Affäre miteinander haben. Seine Tochter Nati aber weiß von dem Ehebruch ihrer Mutter, genau wie Ladeado, der Sohn von Pichón und Natis einziger Freund. Als Poldo das Geheimnis schließlich entdeckt, schwört er seinem Nachbarn entsetzliche Rache. La rabia wird aus der Perspektive Natis erzählt, doch ohne Worte, denn das Mädchen spricht nicht. Wie sie die rabiate Welt des kleinen Dorfes wahrnimmt, bildet Albertina Carri in animierten Einspielungen ab: rote und schwarze Farbspritzer vor einem Meer aus dem Grün und Braun der Pampa. Und hin und wieder abstrakt gehaltene menschliche und tierische Gestalten. Doch während das Sterben der Tiere in aller Ausführlichkeit dargestellt wird, passiert die Gewalt zwischen Menschen weitgehend im Off. Albertina Carri erzählt von der Unmöglichkeit, in einer brutalen und schonungslosen Erwachsenenwelt Kind zu sein, und stellt akribisch dar, was es auch bedeuten kann, im Einklang mit der Natur zu leben: menschlich und sozial zu verrohen und tierische Verhaltensweisen anzunehmen. Wie das Leben der Protagonisten kommt der Film gänzlich ohne Musik aus. Bis auf eine Schlüsselszene gibt die Natur den Soundtrack. Gurrende Tauben, bellende Hunde, zirpende Grillen und immer wieder das laute Atmen von Nati und Ladeado. (Jannes Bojert)