PSYCHO BEACH PARTY

V'01

PSYCHO BEACH PARTY

Robert Lee King
USA, 2000
Spielfilme, 89min, OF

PSYCHO BEACH PARTY

Robert Lee King
USA, 2000
Spielfilme, 89min, OF

Mit: 
Lauren Ambrose
Chicklet/ Florence Forest
Thomas Gibson
Great Kanaka
Nicholas Brandon
Starcat
Kimberley Davies
Bettina Barnes/Diane
Matt Keeslar
Lars
Charles Busch
Captain Monica Stark
Beth Broderick
Mrs. Forest
Kathleen Robertson
Rhonda
Danni Wheeler
Berdine
Drehbuch: 
Charles Busch (nach seinem Theaterstück)
Ton: 
Tim Walston
Kamera: 
Arturo Smith
Schnitt: 
Suzanne Hines
Musik: 
Ben Vaughn
Ausstattung: 
Franco-Giacomo Carbone
Kostüm: 
Camille Jumelle

Produktion: 
Red Horse Films 27 N. Moore St., Suite 9c New York, NY 10013, USA T 212 941 5155
Weltvertrieb: 
Cinema Vault 434 Queen Street East, 2/F Toronto, Ontario M5A IT5, Kanada T 416 363 6060 admin@cinemavault.com
Format: 
35 mm
Farbe
35 mm/1:1,85

Malibu 1962. Florence «Chicklet» Forest findet im Autokino die Leiche einer jungen Frau. Da sie zur mutmaßlichen Tatzeit ein mysteriöses Blackout hatte, gerät sie unter Verdacht. Kurz darauf lernt sie am Strand einige Surfer kennen und erkämpft sich einen Platz als einziges weibliches Mitglied in ihrer Clique. Als einige ihrer neuen Freunde nach und nach ermordet werden, beginnt sie, sich Gedanken zu machen. Begeht sie selbst während ihrer Blackouts die Morde? Oder ist etwa Great Kanaka der Mörder? Er ist der Anführer der Surfer, wohnt allein in einer Hütte am Strand und scheint eine dunkle Vergangenheit zu haben. Verdächtig ist auch Bettina Barnes, eine B-Movie-Schauspielerin, die inkognito am Strand wohnt. Eine große Strandparty bringt eine sensationelle Wendung. Psycho Beach Party war mit seiner überaus intelligenten Persiflage auf die naiv-subversiven Surferfilme der 60er Jahre ein großer Erfolg in den USA. Er legt die verkrampfte Sexualität des Strandfilm-Genres bloß und mischt sie mit modernem Teenager-Horror und Elementen aus dem psychologischen Thriller à la Hitchcock. Die Geschichte funktioniert trotz ihrer Absurdität. Sie ist mit Verweisen und Zitaten gespickt und besticht durch eine visuelle Umsetzung, die mehr ist als ironische Überspitzung eines Genres. Das Brillante - nun, man darf dieses Wort eigentlich nicht auf einen Film anwenden, der Witze über hodenmäßig Gehandikappte («Er hatte jede Menge Fleisch, aber nur eine Kartoffel») macht - also, das Smarte an Psycho Beach Party ist, dass er beginnt wie eine geradlinige Verarschung der alten Gidget -Strandfilme, aber dann immer seltsamer und vulgärer wird, während die Handlung vorangetrieben wird. Hier ist ein Nach-Sommer-Feuerwerk an dummem Spaß, das fast jeder lustig finden kann, der alt genug ist, um sich an die Prä-Britney-Spears-Ära der Popkultur zu erinnern. (Ken Eisner)