YIYI

V'01

YIYI

A One and a Two

Edward Yang
Taiwan/Japan, 2000
Spielfilme, 173min,

YIYI

Edward Yang
Taiwan/Japan, 2000
Spielfilme, 173min,

Mit: 
Wu Nien-jen
NJ Jian
Elaine Jin
Ming-Ming
Kelly Lee
Ting-Ting
Jonathan Chang
Yang-Yang
Issey Ogata
Ota
Ko Suyun
Sherry Chang
Tang Ru-yun
Großmutter
Chen Hsi-chen
Ah Di
Hsiao hu-shen
Hsiao Yen
Adrian Lin
Li-Li
Pang Chang-yu
Fatty
Drehbuch: 
Edward Yang
Ton: 
Tu Duu-chih
Kamera: 
Yang Weihan
Schnitt: 
Chen Bowen
Musik: 
Peng Kaili
Ausstattung: 
Peng Kaili
Kostüm: 
Fan Jingyun

Produktion: 
Atom Films and Theatre Flat 9A 37 Section 4, Jen Ai Road Taipei, Taiwan T 2 2773 75 57 atomfilm@ms14.hinet.net
Weltvertrieb: 
Capitol Films 23 Queensdale Place London W11 4SQ, Großbritannien T 20 7471 60 00 films@capitolfilms.co.uk
Verleih in Österreich: 
Cinematograph Filmverleih Museumstraße 31, 6020 Innsbruck T 512 56 04 70 F 512 58 17 62
Format: 
35 mm
Farbe

Ein soziales Fresko eines großen Film-Auteurs, ein neues Drama des Taiwanesen Edward Yang. Drei Stunden Laufzeit gibt Yang seinem Melodram, in dem Personal und Schauplätze konsequent erweitert werden: Von einer Ehekrise, die von Taipeh bis nach Tokio reicht, erzählt A One and a Two, von der stillen Verzweiflung, die in anonymen Bürokorridoren über die Menschen kommt, in Stadtlandschaften, die – wie Phantome – nur noch im Fensterglas, in Spiegeln reflektiert werden. Wie dieser Filmemacher Bilder inszeniert, wie er mit Farben, Räumen, Schauspielern umgeht, muss man schon gesehen haben, um eine Vorstellung davon zu haben, was die Kinematografie, mit einem Fuß schon im dritten Jahrtausend, alles kann. (Stefan Grissemann) Leise Melancholie zieht sich wie eine kleine Melodie durch den Film, der dem Leben einer Mittelklassefamilie in Taipeh folgt. Er hat Zeit für jeden einzelnen, für die Nöte der Kinder, die komatöse Großmutter, das Auseinanderdriften der Ehe, für die Rituale der Trauer, der Hochzeit und der Geburt, die die zerschlissenen Familienbande mühsam flicken. Langsam ist der Rhythmus, der dieses Alltagsmosaik in meist kühlen Farben bestimmt; es sind Blicke, die den Figuren nie zu dicht auf den Leib rücken und ihnen gerade so ihre Wahrhaftigkeit und Welthaltigkeit lassen. Scheinbar anstrengungslos hat Yang die verschiedenen Stränge der Geschichte montiert, und so fern einem diese Welt mitunter sein mag, sie wird einem durch ihre plastischen Menschenbilder, durch den Reigen von Emotionen und Krisen zugleich vertraut, den ein so geduldiger wie virtuoser Erzähler wunderbar choreographiert hat. (Peter Körte)