PRISIONERA

V'06

LA PRISIONERA

PRISONER, THE

Alejo Moguillansky, Fermín Villanueva
Argentinien, 2006
Spielfilme, 75min, OmeU

LA PRISIONERA

Alejo Moguillansky, Fermín Villanueva
Argentinien, 2006
Spielfilme, 75min, OmeU

Mit: 
Mariana Chaud
Florencia Schapiro
Gabriel Barredo
Drehbuch: 
Alejo Moguillansky
Fermín Villanueva
Ton: 
Santiago Fumagalli
Kamera: 
Gustavo Biazzi
Schnitt: 
Alejo Moguillansky
Fermín Villanueva
Musik: 
Gabriel Barredo
Emilio Haro
Ausstattung: 
Florencia Cornide
Ana Cambre
Kostüm: 
Florencia Cornide
Ana Cambre

Produktion: 
MV Cine Juncal 2064 1115 Buenos Aires, Argentinien T 11 4823 0043 revolver.films@gmail.com
Weltvertrieb: 
MV Cine Juncal 2064 1115 Buenos Aires, Argentinien T 911 6467 0452 revolver.films@gmail.com
Format: 
35 mm
Farbe

Ana, Manuel und Leo, drei junge Leute aus Buenos Aires, die sich mit diversen Jobs durchs Leben schlagen, geraten in eine Spirale von Zufällen und Verdächtigungen, von Verfehlungen und Verfolgungen. An einem Wochenende im winterlichen Mar del Plata kommen sich Ana und Manuel, die früher einmal ein Paar waren, wieder näher, während Leo eine frühe Schwangerschaft beendet. Ohne vorzugeben, ihren Personen näher zu kommen als es der übliche emotionale Abstand erlaubt, haben Moguillansky und Villanueva einen Film über die Liebe und die Schwierigkeit, sich zu entscheiden, gemacht, dessen Untertitel durchaus «Die Wahlverwandtschaften» heißen könnte. La prisionera ist also auch ein Film über die unergründlichen Wege von Herz und Verstand, die nicht im Einklang miteinander sind; ein Film, der sich mit Mann und Frau beschäftigt, als wären sie die ersten ihrer Gattung; ein Film schließlich über das ewige Dilemma, ob Zufall oder Schicksal unser Leben beherrschen. Wofür soll man sich entscheiden? Von dieser Frage scheinen die beiden Regisseure und die oszillierenden Figuren dieses Films besessen zu sein, der wie nur wenige an Jean-Luc Godards Kino der 80er Jahre anknüpft, an Filme wie Prénom: Carmen , an Détective oder sogar Nouvelle Vague - und der so seine Verbindung zur eigentlichen Moderne des so genannten Neuen argentinischen Films deutlich macht. Die musikalische Struktur und das Fehlen einer linearen Montage führen uns einen tatsächlich «neuen» Film vor Augen, im äußerst gelungenen, aufschlussreichen, konkreten und fröhlichen Sinne dieses ganz besonderen Wortes. Einer der wenigen argentinischen Filme, die man zweimal sehen muss. (Sergio Wolf)