PERSEPOLIS

V'07

PERSEPOLIS

Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
F, 2007
Spielfilme, 96min, OmdU

PERSEPOLIS

Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
F, 2007
Spielfilme, 96min, OmdU

Mit: 
Stimme
Gabrielle Lopes/Chiara Mastroianni/Catherine Deneuve/Simon Abkarian/Danielle Darrieux
Drehbuch: 
Marjane Satrapi
Ton: 
Thierry Lebon
Schnitt: 
Stéphane Roche
Musik: 
Olivier Bernet
Ausstattung: 
Marisa Musy

Produktion: 
2.4.7 Films 23 rue Aux Ours 75003 Paris, Frankreich T 1 42 71 01 31 247films@247films.fr
Weltvertrieb: 
Celluloid Dreams 2 rue Turgout 75009 Paris, Frankreich T 1 4970 0370 info@celluloid-dreams.com
Verleih in Österreich: 
Polyfilm Verleih Margaretenstraße 78 1050 Wien T 1 581 39 00 20 polyfilm@polyfilm.at
Format: 
35 mm
Farbe und Schwarz/Weiß

Persepolis war die Hauptstadt des antiken Perserreichs, von der heute nur noch Ruinen zu besichtigen sind. «Persepolis» lautet auch der Titel des autobiografischen Comics von Marjane Satrapi, in dem sie ihre Lebensgeschichte zu Papier gebracht hat. Mit Vincent Paronnaud hat sie diese nun auch in einen Animationsfilm verwandelt. Marjane ist acht Jahre alt, als 1979 die islamische Revolution die iranische Gesellschaft durchrüttelt. Während der iranisch-irakische Krieg tobt, schwärmt die junge Teheranerin für die westliche Populärkultur. Über die zunehmenden Repressionen besorgt, schicken die Eltern ihre 14-jährige Tochter ins ferne Wien. Die junge Iranerin startet in einem Internat ins Teenagerleben, schlittert in amouröse Katastrophen und endet in schweren Depressionen. Geplagt von Heimweh kehrt Marjane nach Teheran zurück und versucht vergeblich sich dort zu integrieren. Im Alter von 33 Jahren emigriert sie schließlich nach Frankreich, wo sie das wechselvolle Leben zwischen zwei Kulturen mit Selbstironie und Situationskomik im Comic-Format festhält. Trotz düsterer Episoden verliert Persepolis nie seine ironische Distanz: So räsoniert Marjane im Wiener Spital, in das sie wegen einer Bronchitis eingeliefert worden ist, dass sie zwar eine Revolution und einen Krieg überlebt habe, nun aber beinahe von Liebeskummer dahingerafft worden sei. (Thomas Hunziker)