PARADISO - SIEBEN TAGE MIT SIEBEN FRAUEN

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PARADISO - SIEBEN TAGE MIT SIEBEN FRAUEN

Rudolf Thome
D, 2000
Spielfilme, 103min,

PARADISO - SIEBEN TAGE MIT SIEBEN FRAUEN

Rudolf Thome
D, 2000
Spielfilme, 103min,

Mit: 
Hanns Zischler
Adam
Cora Frost
Eva
Adriana Altaras
Lulu
Sabine Bach
Lilith
Drehbuch: 
Rudolf Thome
Ton: 
Heino Herrenbrück
Kamera: 
Reinhold Vorschneider
Schnitt: 
Karin Nowarra
Musik: 
Wolfgang Böhmer
Ausstattung: 
Angelika Margull
Kostüm: 
Gioa Raspe

Produktion: 
Moana-Film GmbH
Weltvertrieb: 
Cine-International
Verleih in Österreich: 
Filmladen
Format: 
35 mm
Farbe

Rudolf Thome hat einen zärtlichen, utopischen Film gemacht, über die Sehnsucht nach Familie. Unter «Familie» versteht er etwas anderes als, sagen wir, ein Familienpolitiker von der CSU. Für Thome bedeutet Familie: Aufgehobensein. Geborgenheit. Gemeinschaft. Klingt konservativ, aber Thomes Traumfamilie ist eine hochmoderne Patchwork-Konstruktion.
Adam, ein erfolgreicher Komponist, wird sechzig. Zum Geburtstag lädt er die wichtigsten Frauen seines Lebens ein. Es sind sieben. Drei davon hat er geheiratet. Eine ist Nonne geworden. Außerdem hat er seinen Sohn aus erster Ehe eingeladen, den er seit 30 Jahren nicht gesehen hat. Und seinen besten Freund. Der Film handelt davon, wie aus dieser befangenen, eifersüchtelnden, zusammengewürfelten Menschengruppe im Verlaufe einer sonnigen Sommerwoche eine harmonische Gemeinschaft entsteht wodurch? Durch die Kraft der Liebe, durch Gnade vielleicht, der Film heißt schließlich Paradiso, Eine Männerphantasie. Ein Harem!Ja, aber warum sollen die Männer keine Phantasien haben dürfen? Man kann Paradiso als eine Antwort auf Das Fest von Thomas Vinterberg verstehen, wo ebenfalls ein Familienpatriarch die Seinen zum Geburtstagsfest ruft. Während bei Vinterberg die Dämonen der Vergangenheit aus ihren Ritzen kriechen, siegt bei Thome der fromme Wunsch von heute über die Schuld von gestern. Die Personen scheinen aus der Zeit herauszufallen, sie werden mit wenig Psychologie ausgestattet, wie in Trance bewegen sie sich interessiert aufeinander zu. Aus vielen wird eins. Ein Paradies, ohne Eifersucht. (Harald Martenstein)