NEWS FROM HOME / NEWS FROM HOUSE

V'06

NEWS FROM HOME / NEWS FROM HOUSE

Amos Gitai
Israel/F/B, 2006
Dokumentarfilme, 97min, OmeU

NEWS FROM HOME / NEWS FROM HOUSE

Amos Gitai
Israel/F/B, 2006
Dokumentarfilme, 97min, OmeU

Drehbuch: 
Amos Gitai
Ton: 
Ravid Dvir
Alex Claude
David Gillain
Kamera: 
Haim Asias
Schnitt: 
Isabelle Ingold

Produktion: 
Agav Films 37 Rashi St. 65112 Tel Aviv, Israel T 3 52 55 971 agav@amosgitai.com
Weltvertrieb: 
Cinephil 18 Levontin St. 65112 Tel Aviv, Israel T 3 65 54 129 info@cinephil.co.il
Format: 
Video (Betacam SP)
Farbe und Schwarz/Weiß

Vor 25 Jahren, im Jahr 1980, begann ich mit der Arbeit an dem Film House , in dem ich die (Re)konstruktion eines Hauses in West-Jerusalem beobachtete und den Vorgang zugleich als Metapher für die Stadt und ihrer Bewohner deutete - die meisten waren Juden und Araber, Palästinenser und Israelis. In diesem Film war das Haus eine Art offener archäologischer Schauplatz - ein menschlicher archäologischer Schauplatz. In dem zweiten Film, A House in Jerusalem , den ich fünfzehn Jahre später begann, war der Fokus geweitet auf die Nachbarn des Hauses und auf die archäologischen Schauplätze unter der Erdoberfläche. In News from Home / News from House , der auch «Das Haus wird fünfundzwanzig» heißen könnte, wollte ich auch das Thema Diaspora in den Blick nehmen, das heißt die Menschen, die durch ihre Familiengeschichte mit den ursprünglichen Bewohnern des Hauses verbunden sind. Diese 25 Jahre folgen dem Schicksal eines Hauses in der Dor Dor ve Dor Shav Street, was heißt: «Jede-Generation-und-ihre-Meister-Straße». (Amos Gitaï) Mit News from Home / News from House kommt ein wichtiger Aspekt der Architektur des Gitaï'schen Kinos deutlich zum Vorschein: dass diese Architektur in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Frage nach der Gerechtigkeit steht, als eine Frage nach der Proportion, der Asymmetrie, der Angemessenheit und der Politik. Diese Frage verweist auf die filmische Strategie Gitais, der seinen Gegenstand und seine Charaktere nicht instrumentalisiert, sondern die Kamera vielmehr zu einem Instrument der Zeugenschaft werden lässt. (Anselm Franke)