LETTER FROM GREENPOINT

V'05

A LETTER FROM GREENPOINT

Jonas Mekas
USA, 2004
Dokumentarfilme, 80min, OF

A LETTER FROM GREENPOINT

Jonas Mekas
USA, 2004
Dokumentarfilme, 80min, OF

Drehbuch: 
Jonas Mekas
Ton: 
Jonas Mekas
Kamera: 
Jonas Mekas
Schnitt: 
Jonas Mekas

Produktion: 
Anthology Film Archive 32 Second Avenue New York, NY 10003 USA T 212 505 5181 F 212 477 2714
Weltvertrieb: 
Anthology Film Archive 32 Second Avenue New York, NY 10003 USA T 212 505 5181 F 212 477 2714
Format: 
Video (Digi Beta)
Farbe

Im Februar 2004, nach dreißig Jahren in Soho, traf ich die Entscheidung, Manhattan zu verlassen und nach Greenpoint, Brooklyn zu übersiedeln. Dieses Video ist über das Gefühl, einen Ort zu verlassen, an dem ich länger lebte als irgendwo anders und der auch der Sitz meines Familienlebens war. Ich befinde mich nun anderswo. Es ist ein Film darüber, Wurzeln zu schlagen an einem neuen Ort, in einem neuen Heim, mit neuen Freunden, neuen Gedanken und Erfahrungen. Aber dieses Video dreht sich gleichzeitig auch um Video. Um es mit den Worten meines guten Freundes aus Paris, Dominique Dubosc, aus einem seiner jüngsten Briefe an mich zu sagen: «Ich glaube, es ist dir schließlich gelungen, diese verdammte Videokamera zu meistern, die so lange (und nach wie vor für viele Menschen) nicht mehr als ein Aufnahmegerät war. Nun ist es die Augenkamera, von der die Kinoks so lange geträumt hatten. Natürlich ist es nicht nur eine Frage der Kamera-Beherrschung. Viel wichtiger ist die Energie, die dahinter steckt. Die Regung von Leben, das selbst den Tod umarmt. Es gab mir einen unglaublichen Stoß, setzte mich wieder in Bewegung. Ich danke dir.» Was Dominique damit meinte, und was auch ich meine, ist Folgendes: Im Jahr 1949 begann ich mit meiner Bolex zu filmen, und es dauerte 15 Jahre, bis ich diese wirklich so sehr beherrschte, dass sie alles für mich tun konnte, was ich von ihr wollte. Als ich 1987 meine erste Sony-Kamera erhielt, dachte ich, es würde anders sein. Aber nein! Erst jetzt, nachdem ich 15 Jahre mit der Videokamera gearbeitet habe, fühle ich, dass sie zu einer Erweiterung wurde, von meinem Auge, meinem Körper meine erste wirkliche Video-Arbeit. (Jonas Mekas)