HEI YAN QUAN

V'06

HEI YAN QUAN

I DON'T WANT TO SLEEP ALONE

Tsai Ming-liang
Taiwan/F/A, 2006
115min, OmeU

HEI YAN QUAN

Tsai Ming-liang
Taiwan/F/A, 2006
, 115min, OmeU

Mit: 
Lee Kang-sheng
Chen Siang-Chyi
Norman Bin Atun
Lee Long-Yu
Drehbuch: 
Tsai Ming-liang
Ton: 
Tu Duu-chih
Tang Shiang-chu
Kamera: 
Liao Pen-jung
Schnitt: 
Chen Sheng-chang
Ausstattung: 
Lee Tian-jue
Gan Siong-King

Produktion: 
Homegreen Films 27 Shuang He Street, 1st Floor, Yong He City, Taipei, Taiwan T 2 2920 8422 hgfilms@ispeed.com.tw
Weltvertrieb: 
Fortissimo Films Veemarkt 77-79 1019 Amsterdam, Niederlande T 20 627 3215 info@fortissimo.nl
Format: 
35 mm
Farbe

Anerkannt als einer der großen Meister des zeitgenössischen Kinos, hat sich Tsai Ming-Liang entschlossen, zu seinen Wurzeln zurückzukehren. Geboren in Malaysia, filmte er Hei Yan Quan in den trüben Seitengassen, schäbigen Hotels und - ein spektakulärer Drehort - in einem zur Hälfte errichteten, aber dann verlassenen Hochhausturm in Kuala Lumpur. Tsais Stammschauspieler Lee Kang-Sheng spielt einen heimatlosen Chinesen, der ausgeraubt und gefesselt, von einigen Arbeitern aus Bangladesch gerettet wird. Einer der Arbeiter freundet sich mit ihm an und kümmert sich um ihn, und er wird nun zum zaudernden Objekt der Begierde dieses Mannes und einer jungen Coffee-Shop-Serviererin. Tsai untersucht einmal mehr zeitgenössische Beziehungen - vom Bemühen zu kommunizieren über die Präsenz der Begierde, wobei seine Arbeit in diesem Fall eine subtile, neue Richtung einschlägt. Poetischer, zärtlicher, mit einigen Bildern wirklich atemberaubender Erhabenheit scheint hier ein Mozart'scher Geist von Hochherzigkeit den Film bereichert zu haben, zusammen mit seiner Verwendung verschiedener Lieder. Ein Geist, der sogar weiter als die eigenen Worte des Filmregisseurs reicht, mit denen er beschreibt, wie er den letzten Drehort des Films betritt: «Ich habe mich fast wie in einer post-modernen Opernarena gefühlt. In der Mitte fanden wir eine tiefe Lache dunklen Wassers Mich erinnerte das an Mozarts Die Zauberflöte. Der Prinz, die Prinzessin, die Geister und Ungeheuer könnten diese Betonwüste in ihre neue Bühne verwandeln.»