GAN

V'04

GAN

GARDEN

Ruthie Shatz, Adi Barash
Israel, 2003
Dokumentarfilme, 83min, OmeU

GAN

Ruthie Shatz, Adi Barash
Israel, 2003
Dokumentarfilme, 83min, OmeU

Drehbuch: 
Ruthie Shatz
Adi Barash
Ton: 
Aviv Aldema
Kamera: 
Adi Barash
Schnitt: 
Janus Billeskov Jansen
Musik: 
Uri Frost

Produktion: 
Fig Films 32 Namal Jaffa Street Tel-Aviv 68033, Israel T 3 681 06 44 ruthieshatz@figfilms.com adibarash@figfilms.com
Weltvertrieb: 
Deckert Distribution Peterssteinweg 1304107 Leipzig, Deutschland T 341 215 66 38 info@deckert-distribution.com
Format: 
Video (Betacam SP)
Farbe

Gan ist der Name eines Parks in Tel Aviv, eher ein heruntergekommener Grünstreifen, in dem eine lose Gruppe junger Stricher und Dealer ihren Geschäften nachgeht. Die Hauptfiguren dieser sensiblen Dokumentation sind zwei männliche Prostituierte, der Palästinenser Nino und der arabische Israeli Dudo, die in einer rauen solidarischen Freundschaft miteinander verbunden sind, die an die schönsten Momente in den Filmen von Pier Paolo Pasolini erinnert. Zugleich ist Gan das Porträt einer Gesellschaft in Aufruhr, im fortwährend präsenten und scheinbar ausweglosen israelisch-arabischen Konflikt. Nino und Dudo, zwei junge männliche Prostituierte, erzählen miteinander verknüpfte Geschichten über Gewalt, Ausbeutung und Überleben: Während sie palästinensischen Polizisten, Agenten des israelischen Geheimdienstes, lüsternen Vermietern, Gefängniszellen in Tel Aviv und den stadtweiten Ausgangsperren trotzen, erklären die Teenager, weshalb sie diese Risiken Tag für Tag eingehen. In rauhem Dokumentarstil gefilmt, zeigt Garden einen Aspekt des Nahen Ostens, der gewöhnlich in der Flut der Medienberichte über Terrorismus und den israelisch-palästinensischen Konflikt untergeht. Das Schicksal der beiden jungen Männer ist mehr als nur eine Metapher für die Ausbeutungen und die weit verbreiteten Missbräuche, die im Nahen Osten herrschen. Garden spiegelt die trostlose Lage junger Araber wider, indem er ihren alltäglichen Überlebenskampf auf der Straße schildert, und liefert damit ein intimes Porträt arabisch-israelischer Beziehungen, das allgemein verbreitete Klischees unterläuft. Und obwohl das Leben Nino und Dudo wenig Anlass für Optimismus gibt, lassen die Standhaftigkeit und Freundschaft der beiden doch so etwas wie ein Licht am Ende des Tunnels aufleuchten.