FISH TANK

V'09

FISH TANK

Andrea Arnold
GB, 2009
Spielfilme, 124min, OF

FISH TANK

Andrea Arnold
GB, 2009
Spielfilme, 124min, OF

Mit: 
Katie Jarvis
Mia
Michael Fassbender
Connor
Kierston Wareing
Joanne
Rebecca Griffiths
Tyler
Harry Treadaway
Billy
Drehbuch: 
Andrea Arnold
Ton: 
Joakim Sundström
Rashad Omar
Kamera: 
Robby Ryan
Schnitt: 
Nicolas Chaudeurge
Musik: 
Liz Gallacher
Ausstattung: 
Helen Scott
Kostüm: 
Jane Petrie

Produktion: 
Kasander BBC Films, UKFC, Limelight
Weltvertrieb: 
Content Film International 19 Heddon Street London W1B 4BG, Großbritannien T +44 20 7851 6500 london@contentfilm.com
Format: 
35 mm
Farbe

Die 15-jährige Mia ist gerade von der Schule geflogen und verbringt ihre Tage in der Provinz Essex damit, wütend durch die Gegend zu laufen und zu trinken, was immer ihr in die Hände fällt. Ein Leben voller aggressiver Wucht, das sich erst ändert, als der neue Freund ihrer Mutter ihr ein paar Angebote der Nähe macht, auf die Mia mit der Gier eines emotional vollkommen ausgehungerten Kindes reagiert. All das spielt in einer verrotteten Gegend, einem heruntergekommenen Apartmenthaus, einer Wohnwagensiedlung; dazwischen Menschen, die keine Sprache für ihre Gefühle haben. Andrea Arnold schaut genau hin auf diese Umgebung, auf die Details in der Kleidung, auf die Musik, die Geräusche, sodass man meint, den Figuren beim Leben zuzuschauen. Einem Leben in den Randbezirken der Gesellschaft, in das uns, so scheint es, nur hin und wieder ein Film aus England Einblick gibt. (Verena Lueken) Wie auch in Arnolds wunderbarem vorigen Film Red Road passiert in jedem Moment etwas Unvorhersehbares: Unmöglich zu sagen, wohin es Mia treibt, ob sie mit ihrem nur mühsam beherrschten Zorn auf der falschen oder richtigen Seite landet. Und genau wie in Red Road unterfüttert Arnold den Film mit Elementen aus der Welt von heute: verstreute CDs, Kopfhörer und Fernsehbilder, Bilder von Überwachungsbildschirmen. Der Umgang mit Sex ist immer direkt, Sinnlichkeit immer in sepiafarbenes Licht getaucht. Die Natur bemächtigt sich hier des Urbanen: Wind, der unablässig durch die Sozialwohnungen pfeift; Gewitter, die beweisen, dass die Elemente selbst die Fenster einer Welt öffnen, die an sich selbst erstickt. (Delphine Valloire )