FOR EVER MOZART

V'97

FOR EVER MOZART

Jean-Luc Godard
F/CH, 1996
Spielfilme, 85min, OmeU

FOR EVER MOZART

Jean-Luc Godard
F/CH, 1996
Spielfilme, 85min, OmeU

Mit: 
Madeleine Assas
Frédéric Pierrot Euryale Winter
Ghalhia Lacroix
Drehbuch: 
Jean-Luc Godard
Ton: 
François Mussy
Olivier Burgaud
Bernard Leroux
Kamera: 
Christopher Pollock
Katell Dijan
Jean-Pierre Fedrizzi
Schnitt: 
Jean-Luc Godard
Musik: 
David Darling
Ketil Bjornstad
Jon Christensen
Ben Harper
György Kurtag
Ludwig van Beethoven
Wolfgang Amadeus Mozart
Ausstattung: 
Ivan Niclass
Kostüm: 
Marina Zuliani
Nadine Butin

Produktion: 
Gaumont S. A.
Weltvertrieb: 
Gaumont S. A.
Format: 
35 mm
Farbe

Vier Filme, die nicht notwendigerweise ein Ganzes ergeben, so wie vier Wände nicht unbedingt ein Haus ausmachen: "Theater", "Man spielt nicht mit der Liebe in Sarajevo", "Ein Film über Un-Ruhe", "For Ever Mozart". Der Faden, der diese Filme verbindet, ist der Regisseur, ein Mensch, der Anstrengungen unternimmt, der manipuliert und ausgebeutet wird. Der Krieg - das Theater des Kriegführens - folgt dem Theater. Und das Kino folgt dem Krieg. In beiden werden die Akteure bezahlt, und sie werden sich loskaufen müssen. Die Musik wird bleiben, aber man muss immer noch wissen, wie man die Seiten der Partitur umblättert, wie man der Zeit ein Schnippchen schlägt. (Jean-Luc Godard)

Godards Meditation über den Krieg in Bosnien etabliert zunächst drei Charaktere, die eine aussichtslose Reise in das Kriegsgebiet unternehmen. Camille ist eine Intellektuelle, Professorin für Philosophie und Enkeltochter von Albert Camus; ihr Ehemann Jerome ist offensichtlich ein erfolgreicher Geschäftsmann (er liest Finanzzeitungen und macht sich Sorgen um den Kurs des Franc); ihr Dienstmädchen Džamila ist vermutlich - Godard macht nichts deutlich - eine bosnische Muslime. Im zweiten Teil reflektiert Godard wieder über den Prozess des Filmemachens. Ein Regisseur und ein Autor, beide bezeichnenderweise schlaffe alte Männer und keine jungen Cinéasten, arbeiten an einem Film mit dem Titel "The Fatal Bolero". (David Stratton)