V’18: OCTOBER 25 – NOVEMBER 8, 2018

DERNIER DES FOUS

V' 06

LE DERNIER DES FOUS

DEMENTED

Laurent Achard
F/B, 2006
Spielfilme, 95min, OmeU

LE DERNIER DES FOUS

Laurent Achard
F/B, 2006
Spielfilme, 95min, OmeU

Darsteller: 
Julien Cochelin
Dominique Reymond
Pascal Cervo
Annie Cordy
Fettouma Bouamari
Jean-Yves Chatelais
Florence Giorgetti
Dorine Bouteiller
Drehbuch: 
Laurent Achard
Nathalie Najem
Ton: 
Philippe Grivel
Mathieu Cox
Kamera: 
Philippe Van Leeuw
Georges Diane
Schnitt: 
Jean-Christophe Hym
Ausstattung: 
Éric Barboza
Kostüm: 
Manuela Copans
Ricardo Munoz

Produktion: 
Agat Film & Cie 52 rue Jean Pierre Timbaud 75011 Paris, FrankreichT 1 53 36 32 32 courrier@agatfilms.com
Weltvertrieb: 
Films Distribution 20 rue Saint Augustin 75002 Paris, Frankreich T 1 53 10 33 99 wisnia@filmsdistribution.com
Format: 
35 mm
Farbe

Auf einem abgelegenen Hof in der französischen Provinz steht eine Familie vor ihrer Auflösung: Die kranke Mutter lebt zurückgezogen in ihrem Zimmer und will insbesondere nichts von ihren beiden Söhnen wissen, von denen der ältere seinen Kummer in Alkohol ertränkt. Der Vater ordnet sich der Mutter völlig unter und muss hilflos mit ansehen, wie die Familie immer tiefer abzurutschen droht. Inmitten dieser schwierigen Situation versucht einzig der 11-jährige Martin, gegen die Hoffnungslosigkeit anzukämpfen. Etwas Trost und Zuneigung findet er bei seiner Katze und bei Malika, der marokkanischen Hausangestellten, die er verehrt. Doch weder die Aufmunterung Malikas noch der Versuch, die Familie zu verstehen, helfen: Schließlich nimmt Martin seinen ganzen Mut zusammen, um selbst Mittel und Wege zu finden, der unerträglichen Situation ein Ende zu setzen. Le Dernier des fous ist ein erstickendes «Huis clos», in dem der Wahnsinn der Einen den Andern auch das letzte Stück Lebenslust und Hoffnung raubt. Bereits in seinem Plus qu'hier moins que demain hatte Laurent Achard die Familie und ihre Zerrüttung thematisiert. Hier zeigt er die ganze Handlung aus der Sicht des kleinen Martin, der mit seinen zahlreichen Monologen die Erzählung strukturiert. Die starren Einstellungen in einem kalten, bläulichen Licht und die ausgefeilte, frostige Tonspur, in der einzig der Wind und vereinzeltes Knarren und Knirschen zu hören ist, unterstreichen noch die beklemmende Atmosphäre auf diesem einsamen Hof. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Timothy Findley, der die Handlung in der kanadischen Bourgeoisie der 60er Jahre ansiedelte, und besticht u.a. durch die großartige schauspielrische Leistung von Dominque Reymond als weltabgewandte Mutter und von Julien Cochelin als Martin. (Filmfestival Locarno)

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