CHAKUSHIN ARI

V'04

CHAKUSHIN ARI

ONE MISSED CALL

Miike Takashi
J, 2003
112min, OmeU

CHAKUSHIN ARI

Miike Takashi
J, 2003
, 112min, OmeU

Mit: 
Shibasaki Ko
Nakamura Yumi
Tsutsumi Shinichi
Yamashita Hiroshi
Fukiishi Kazue
Konishi Natsumi
Ishibashi Renji
Motomiya
Kishitani Goro
Oka
Drehbuch: 
Daira Miwako
Ton: 
Nakamura Atsushi
Kamera: 
Yamamoto Hideo
Schnitt: 
Shimamura Yasushi
Musik: 
Endo Koji
Ausstattung: 
Inagaki Hisao

Produktion: 
Kadokawa-Daiei Pictures, Inc. 2-1 Shimomiyabi-cho, Shinjuku-ku Tokyo 162-0822, Japan T 3 5229 2075 F 3 5229 2091 bando@kadokawa-pictures.com
Weltvertrieb: 
Horizon Entertainment 1040 Hamilton Street, Suite 207 Vancouver, BC V6B2R9, Canada T 604 632 1707 F 604 632 1711 film@filmhorizon.com
Format: 
35 mm
Farbe

Mit einem Handyklingeln fängt alles an: Yumis Freundin Yoko erhält einen Anruf, ein markerschütternder Schrei ertönt am anderen Ende, und der klingt wie ihre eigene Stimme. Das Datum des Anrufs liegt drei Tage in der Zukunft, und tatsächlich wird Yoko drei Tage später mit demselben Schrei von einer Eisenbahnbrücke in den Tod stürzen. Auch Yumis Freund Kenji stirbt nach einem mysteriösen Anruf. Zusammen mit einem Beerdigungsunternehmer macht sich Yumi an die Lösung des Rätsels, und dann wird sie selbst angerufen In der Tat ähnelt One Missed Call auf der bloßen Plot-Ebene Ringu , dem japanischen Schlüssel-Horrorfilm von 1998, über weite Strecken frappant. Dafür unterscheidet er sich aber auf ästhetischer Ebene beträchtlich von Hideo Nakatas Film: Hier werden alle Register technischen Könnens gezogen, um eine gruselige Atmosphäre zu erzielen. Seien es die oft zum Einsatz kommenden Farbfilter, ein ausgefeiltes Sound Design oder die bemerkenswerte Kameraarbeit. Auffällig ist auch, mit welcher rein inhaltlichen Reduktion Miike, dessen Name sonst gerne synonym für ein Kino der Transgression verwendet wird, seine Bilder entstehen lässt. Statt fröhlicher Eskapaden mit organischem Material setzt er in One Missed Call eher auf pointierten Einsatz von Grausamkeiten und sucht sein Heil diesmal in einer gothisch-makabren Atmosphäre und Ästhetik. (Thomas Grohl)