BED SITTING ROOM

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THE BED SITTING ROOM

DANACH

Richard Lester
GB, 1969
Spielfilme, 91min,

THE BED SITTING ROOM

Richard Lester
GB, 1969
Spielfilme, 91min,

Mit: 
Rita Tushingham
Sir Ralph Richardson
Harry Secombe
Drehbuch: 
John Antrobus
Charles Wood nach dem Stück von John Antrobus und Spike Milligan
Ton: 
Peter Sutton
Kamera: 
David Watkin
Schnitt: 
John Victor-Smith
Musik: 
Ken Thorne
Ausstattung: 
Assheton Gorton
Kostüm: 
Vangie Harrison

Produktion: 
Oscar Lewenstein/United Artists
Weltvertrieb: 
Hollywood Classics
Verleih in Österreich: 
Hollywood Classics
Format: 
16 mm
Farbe

Die Tatsache, dass Ralph Richardson in The Bed Sitting Room die Titelrolle (!) spielt, verweist schon auf die Natur des surrealen Humors, den diese postnukleare Kriegssatire enthält. Im Drehbuch von John Antrobus und Charles Wood, basierend auf dem Stück von Antrobus und Spike Milligan aus dem Jahr 1964, führt eine kleine Gruppe von Leuten eine unsichere Existenz in einem desolaten Großbritannien, drei Jahre, nachdem die Bombe gefallen ist. Darunter befinden sich eine Familie, bestehend aus Vater, Mutter und Tochter, die in einem U-Bahnzug der Londoner Circle Line lebt, ein Feuerwehrmann, der Chef der Regionalregierung, eine männliche Krankenschwester im Fummel, zwei Polizisten, die in einem Ballon schweben, und Mrs. Ethel Shroake, die Königin von England wird, weil sie die nächste in der Thronfolge ist. Produzent und Regisseur Richard Lester drehte in Sepia-Tönen und schuf einen furchterregendkomischen Alptraum, einen seiner besten Filme. (Ronald Bergan)

1968 gab United Artists Richard Lester ein Millionen-Dollar-Budget und freie Hand, und er machte daraus den wohl unkommerziellsten Film, der ihm nur irgendwie einfallen konnte. In den Nachwehen des Dritten Weltkrieges, der genau 2 Minuten und 28 Sekunden dauert, verwandelt sich Sir Ralph Richardson in ein möbliertes Apartment, Rita Tushingham gebiert etwas sehr Seltsames, die BBC macht Hausbesuche, die britische Mittelklasse verbringt ihre letzten Tage damit, in den Überresten der U-Bahn im Kreis zu fahren und Polizisten steigen hin und wieder aus einem Ballon, um die Bevölkerung zu ermahnen: «Weitergehen! Weitergehen!» Lester, das ist keine Überraschung, konnte fünf Jahre nicht arbeiten, aber dies ist einer seiner besten Filme, eine bemerkenswert scharfe und böse Satire. (Dave Kehr) Es gibt eine Reihe von exzellenten Darstellerleistungen; die Besetzung umfasst die besten britischen Komikertalente der letzten dreißig Jahre (Marty Feldman ist grandios), aber es sind die surrealen Bilder, die besonders beeindrucken, darunter Reste einer Autobahn mit hunderten halb im Schlamm begrabenen Autos und ein Lift, der in eine fast zur Gänze mit zerbrochenem Geschirr bedeckte Landschaft führt. (Steve Rouse)