BE LIKE OTHERS

V'08

BE LIKE OTHERS

Tanaz Eshaghian
GB/F/CAN/Iran, 2008
Dokumentarfilme, 74min, OmeU

BE LIKE OTHERS

Tanaz Eshaghian
GB/F/CAN/Iran, 2008
Dokumentarfilme, 74min, OmeU

Ton: 
Bill Lacey
Kamera: 
Amir Hosseini
Schnitt: 
Jay Freund.
Musik: 
Henning Lohrner
Produktion: 
Tanaz Eshaghin 56 East 34th Street New York, NY 10016, USA T 917 449 8371 tanaze@gmail.com
Weltvertrieb: 
WGBH International One Guest Street Boston, MA 02135, USA T 617 300 20 00 tom_koch@wgbh.org
Format: 
Video (Digi Beta)
Farbe

Ein Krankenhaus mitten in Teheran. Vorwiegend junge Menschen sitzen im Wartezimmer. Ihre Verzweiflung hat sie dorthin getrieben. Sie dürfen ihre Liebe und Begehren nicht leben und möchten deshalb ihr Geschlecht ändern lassen. Der Hintergrund: In der Islamischen Republik Iran wird Homosexualität unter Androhung der Todesstrafe verfolgt, während Ayatollah Khomeini vor zwanzig Jahren Transsexualität für legal erklärte. Etwa 450 Geschlechtsumwandlungen werden pro Jahr im Iran durchgeführt. Be Like Others begleitet einige Menschen kurz vor dem schweren Eingriff. Eine burschikose Frau erzählt von ihrer Zuneigung zu anderen Frauen, ein junger Mann besucht mit seinem Freund einen Frauenfriseur. Wenn er den Schleier trägt, dürfen die beiden händchenhaltend durch die Stadt laufen. Auch die Eltern kommen zu Wort. Von all diesen Menschen geht eine tiefe Verunsicherung aus. Sie leiden unter einem rigiden Moralsystem, das Homosexuelle für pervers erklärt. Letztlich wissen sie nicht, wie ihnen geschieht, weil sie ihre eigenen Empfindungen nicht einordnen können. Tanaz Eshaghians Dokumentarfilm lässt ihnen Zeit, nach Worten und Formulierungen zu suchen. Und man hat das Gefühl, dass sie sich während des Sprechens vor der aufmerksamen Kamera selbst ein wenig näher kommen. (Anke Leweke) Ich glaube, dass mir die Tatsache, dass ich aus einem anderen Land komme und doch mit der kulturellen Etikette, welche die Menschen dort gewohnt sind, vertraut war, sehr nützlich war. Einerseits mussten sie mich als Amerikanerin betrachten, und ich nehme an, dass sie deshalb offener zu mir waren. Sie bemühten sich, mir die Dinge zu erklären, wenn ich etwas nicht verstand. Andererseits aber spürten sie auch eine Verbindung zu mir, weil ich ihre Sprache spreche und von meinen kulturellen Wurzeln her begreifen konnte, woher sie stammen. (Tanaz Eshaghian)