7915 KM

V'08

7915 KM

Nikolaus Geyrhalter
A, 2008
Dokumentarfilme, 106min, mehrsprOmdU

7915 KM

Nikolaus Geyrhalter
A, 2008
Dokumentarfilme, 106min, mehrsprOmdU

Drehbuch: 
Maria Arlamovsky
Nikolaus Geyrhalter
Wolfgang Widerhofer
Ton: 
Lea Saby
Kamera: 
Nikolaus Geyrhalter
Schnitt: 
Wolfgang Widerhofer

Produktion: 
Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion Hildebrandgasse 26 1180 Wien T 1 403 01 62 office@geyrhalterfilm.co m mit Unterstützung von
Weltvertrieb: 
Autlook Filmsales Zieglergasse 75/1 1070 Wien T 0720 55 35 70 welcome@autlookfilms.co m
Verleih in Österreich: 
Stadtkino Filmverleih Spittelberggasse 3/3 1070 Wien T 1 522 48 14 office@stadtkinowien.at
Format: 
35 mm
Farbe
2. Vorführung OmeU

Das Rallye-Spektakel selbst hat sich schon aus dem Staub gemacht - die Bewohner sind geblieben. Auf den Spuren der «Dakar» 2007 begibt sich Nikolaus Geyrhalter mit 7915 km auf die Suche und begegnet in Marokko, der Republik Sahara, Mauretanien, Mali und dem Senegal der vielfältigen Gegenwart Afrikas. 7915 km macht die Distanz deutlich, die durch politische und wirtschaftliche Verhältnisse, aber auch durch die gegenseitigen Vorstellungen und Vorurteile zwischen Europa und Afrika geschaffen wird. Und er macht die Nähe spürbar, die sich in den Erzählungen über den Alltag, die Arbeit, Sorgen und Hoffnungen auftut. Ohne die ernüchternde Realität aus den Augen zu verlieren, entsteht so eine Hommage an Menschlichkeit und Langsamkeit, die eingefahrene Wahrnehmungen in Frage stellt und viele der vermeintlich afrikanischen Probleme auf uns selbst zurückwirft. Nikolaus Geyrhalter und sein Team verbrachten sechzehn Wochen auf der Route und verfolgten die Nachwirkungen der Rallye. Doch 7915 km dreht sich hauptsächlich um die Menschen, denen sie an den Straßenrändern begegneten - Bewohner von verarmten, vergessenen kleinen Dörfern in trockenen, unwirtlichen Gegenden. Geyrhalters Kamera lenkt den Blick auf die Männer, Frauen und Kinder dieser Regionen, während sie zum einen ihre Eindrücke vom Rennen schildern, aber vor allem über ihr tägliches Leben erzählen, das von dem Spektakel bestimmt wird. So scheint am Ende das Rennen als solches weniger bedeutend und dient hauptsächlich als Hintergrundkulisse für die verzweifelte Realität der Länder und der Menschen an den Straßenrändern. Im Kontrast zur Freiheit und Nonchalance der europäischen Rallyepiloten stehen die Afrikaner selbst, die von Flucht und einem besseren Leben in Europa träumen: Viele aus dieser Region riskieren ihr Leben, indem sie das Meer in halb untergehenden Booten überqueren. Nur wenigen gelingt es. (Dimitri Eipides)