BALAOU

V'07

BALAOU

Gonçalo Tocha
P, 2007
Dokumentarfilme, 77min, OmeU

BALAOU

Gonçalo Tocha
P, 2007
Dokumentarfilme, 77min, OmeU

Mit: 
Florence Beaufrère
Hubert Gidon
Yumi
Gonçalo Tocha
Drehbuch: 
Gonçalo Tocha
Ton: 
Dídio Pestana
André Neto
Kamera: 
Gonçalo Tocha
Schnitt: 
Gonçalo Tocha
Musik: 
Dídio Pestana

Produktion: 
Gonçalo Tocha Rua Manuel Luis da Costa 10 1ºesquerdo 2825-365 Costa de Caparica, Portugal T 96 365 52 76 balaou.film@gmail.com
Weltvertrieb: 
Gonçalo Tocha Rua Manuel Luis da Costa 10 1ºesquerdo 2825-365 Costa de Caparica, Portugal T 96 365 52 76 balaou.film@gmail.com
Format: 
Video (Betacam SP)
Farbe

São Miguel, eine Insel der Azoren, mitten im Atlantik. Die Wellen schlagen, gejagt vom Wind. Im Dezember 2004 starb hier eine Frau. Ihr Sohn, Gonçalo Tocha, geboren 1978 in Lissabon, versucht sieben Monate später, mit einer Digitalkamera Spuren des Verlustes, Zeichen der Tröstung, Bilder der Hoffnung zu finden. Die Vergangenheit in der Gegenwart. «Nur ich, die Kamera, Menschen und die Leere» - so trifft Gonçalo Tocha auf seine Großtante und vergisst dabei, das Mikrofon einzuschalten. Die alte Frau spricht ins Leere, Tocha reagiert. Da hört man die alte Frau sagen: «Ich bin schon viel zu lange hier. 91 Jahre sind zuviel.» Bilder der Vergänglichkeit und der Zukunft, von schlagenden Wellen und neu geborenen Kindern. Gonçalo Tocha lernt ein französisches Ehepaar, Florence und Hubert, kennen. Auf ihrem Boot mit dem schönen Namen «Balaou» wird er die Heimreise nach Portugal antreten und vieles kennenlernen, auch eine alte Seefahrerweisheit: «Die Zeit der Abfahrt kennt man immer, die der Ankunft nie.» Wind, Wellen, eine Katze, die ein Boot liebt, Menschen, die Fremde lieben, und ruhige wie stürmische Nächte und Tage. Balaou ist wie ein Tagebuch, intuitiv, ohne Drehbuch, ohne Plan. Eine mystische Etüde über die Beziehung zur Natur, zum Meer, zu den Azoren, aber auch über den Verlust, die Freundschaft und das Glück. Balaou ist gleichzeitig eine Reise, welche die ursprüngliche Frage des Autors und Regiedebütanten an sich selbst zu beantworten versucht: «Was mache ich eigentlich hier?» Bilder, Erfahrungen zuhauf. Florence und Hubert schiffen ihn sicher ans Festland. Aber nicht nach Lissabon. Gonçalo Tocha, Preisträger des engagierten Festivals IndieLisboa, sieht seine Zukunft ebenso: «Ich kontrolliere die Dinge nicht und weiß auch nicht, ob ich je wieder einen Film drehen werde. Ich will nirgendwo zugehörig sein und mich von allem ablösen. Ich spüre starke Impulse, und viele Bilder vibrieren in meinem Kopf. Ob sie für einen weiteren Film reichen, das weiß ich nicht.» (Otto Reiter)