V’18: OCTOBER 25 – NOVEMBER 8, 2018

Toni

V' 17

Toni

Jean Renoir
F, 1935
81min, OmeU

Bild: Sammlung Österreichisches Filmmuseum Bild: Sammlung Österreichisches Filmmuseum

Toni

Jean Renoir
F, 1935
, 81min, OmeU

Darsteller: 
Charles Blavette
Toni
Celia Montalván
Josefa
Jenny Hélia
Marie
Édouard Delmont
Fernand
Drehbuch: 
Jean Renoir
Carl Einstein
Kamera: 
Claude Renoir
Schnitt: 
Marguerite Renoir
Suzanne de Troeye
Musik: 
Paul Bozzi
Ausstattung: 
Leon Bourrely

Produktion: 
Films Marcel Pagnol
Format: 
35 mm
Schwarz/Weiß

In Paris galt er als ausländischer Film, erinnerte sich Jean Renoir später. Dieser Trugschluss war nicht dumm. Das Leben zeigt sich anders in TONI, als französische Zuschauer es aus dem bürgerlich-psychologischen, gern noch theaterhaften Kino kannten. Die Gefühle, Gesten und Schauplätze atmen Wirklichkeit. Aus der Zeitungsmeldung über ein Verbrechen aus Leidenschaft macht Renoir eine unaufgeregte Chronik des Alltags von Fremdarbeitern im Midi. Der Film war ein Aufbruch, war Vorläufer des italienischen Neorealismus. Dazu musste der Regisseur sich nicht einmal neu erfinden: Die Moral menschlicher Beziehungen weiß er auch hier im Fluss des Lebens aufgehoben.

Mit V’09-TRAILER: FIRE & RAIN von James Benning

Jean Renoir
Geboren 1894 in Paris als Sohn des Malers Pierre-Auguste Renoir. Dreht TONI (1935) beeinflusst durch den Neoverismo, wird später zu einem zentralen Vertreter der Stilrichtung des «Poetischen Realismus». Darunter: LA GRANDE ILLUSION (1937) und LA RÈGLE DU JEU (1939), der in Umfragen regelmäßig zum besten Film der Filmgeschichte gewählt wird. Weitere Arbeiten: LES BAS-FONDS (1936), LA BÊTE HUMAINE (1938), SWAMP WATER (1941), THE RIVER (1951). Renoir stirbt 1979 in Beverly Hills.

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