Out 1 - Noli me tangere

V'13

Out 1 - Noli me tangere

Jacques Rivette
F, 1970, 1990
769min, OmdU

© Viennale © Viennale © Viennale

Out 1 - Noli me tangere

Jacques Rivette
F, 1970, 1990
, 769min, OmdU

Mit: 
Jean-Pierre Léaud
Colin
Juliet Berto
Frédérique
Michèle Moretti
Lili
Michael Lonsdale
Thomas
Bernadette Lafont
Sarah
Bulle Ogier
Pauline/Emilie
Françoise Fabian
Lucie
Hermine Karagheuz
Marie
Mit: 
Ko-Realisation
Suzanne Schiffman
Konzept
Suzanne Schiffmann
Jacques Rivette
inspiriert von dem Roman «L’Histoire des treize» von Honoré de Balzac
Produzent
Stephane Tchalgadjieff
Drehbuch: 
Jacques Rivette
Suzanne Schiffmann
Ton: 
René-Jean Bouyer
Kamera: 
Pierre-William Glenn
Schnitt: 
Nicole Lubtchansky
Musik: 
Jean-Pierre Drouet

Produktion: 
Sunchild Productions, Les Films du Losange
Format: 
16 mm
Farbe und Schwarz/Weiß

Jacques Rivette ist ein Genie der Freizügigkeit. Das Verstreichen der Zeit gehorcht bei ihm einer eigenen, inneren Logik. Er probiert zunächst einmal alle Umwege aus, bevor er das Ziel ansteuert. Die Langfassungen seiner Filme sind deshalb meist kurzweiliger als jene, die er dem Diktat konventioneller Kinoauswertung angepasst hat. Ein Drehbuch braucht er selten, hier genügte die Idee, Balzacs «Geschichte der 13» in die Gegenwart von 1970 zu verlegen. Nicht nur die Darsteller wirken bei Rivettes klug gezügelter, anspielungsreicher Improvisation an der Handlung mit, sondern auch der Drehort. OUT 1 ist einer der schönsten Filme über Paris als magischer, klandestiner Ort. Dieser Regisseur liebt die erzählerischen Labyrinthe, die den Blick auf die Realität brechen und in deren Regeln er sein Publikum nur zögerlich einweiht. Er ist nie verlegen darum, immer neue Geheimnisse von Paris zu entdecken oder zu erfinden. Selbst nach 13 Stunden war Rivette mit Balzacs Geheimbund-Novelle noch nicht fertig: Auch NE TOUCHEZ PAS LA HACHE von 2007 spielt auf sie an.

In Anwesenheit von Jean-Pierre Léaud und Stephane Tchalgadjieff.

JACQUES RIVETTE

Geboren 1928 in Rouen. Schreibt ab 1953 bei den «Cahiers du cinéma» und etabliert sich mit Arbeiten wie PARIS NOUS APPARTIENT(1960) als einer der führenden Filmemacher der Nouvelle Vague. Die Viennale widmet ihm 2002 eine Retrospektive. Zuletzt dreht er mit Jane Birkin den Film 36 VUES DU PIC SAINT-LOUP (Viennale 09).