MODS

V' 03

MODS

Serge Bozon
F, 2002
Spielfilme, 60min, OmeU

MODS

Serge Bozon
F, 2002
Spielfilme, 60min, OmeU

Mit: 
Guillaume Verdier
François
Laurent Lacotte
Edouard
Serge Bozon
Paul
Vladimir Léon
Charles
Axelle Ropert
Anna
Patricia Barzyk
Catherine
Chloé Esdraffo
Elsa
Laurent Talon
Arzt
Raphaële Godin
das Mädchen
Mit: 
Choreografie
Julie Desprairies
Drehbuch: 
Axelle Ropert
Ton: 
Laurent Gabiot
Melissa Petitjean
Kamera: 
Céline Bozon
Schnitt: 
Cyril Leuthy
Musik: 
Julie Desprairies
Ausstattung: 
Renaud Legrand

Produktion: 
Elena Films 25 rue Michel Le Comte 75003 Paris, Frankreich T 1 42 74 31 00 david.thion@pelleas.fr
Weltvertrieb: 
Elena Films 25 rue Michel Le Comte 75003 Paris, Frankreich T 1 42 74 31 00 david.thion@pelleas.fr
Format: 
35 mm
Farbe

In kürzester Zeit geschrieben und gedreht, mit der Pariser Cité universitaire als alleinigem Schauplatz, beschreibt Mods im Stil angelsächsischer fantasies , wie ein kleiner Zirkel verschrobener Studenten durch das Eindringen zweier junger Soldaten gestört wird, die ihrem seit kurzem von mysteriöser Stummheit befallenen Bruder zu Hilfe kommen. Schwermütig in seiner Betrachtung tödlich gekränkter Liebe, verwandelt sich der Film durch das Anspielen clever gewählter mod-Songs streckenweise in ein improvisiertes Musical. (Jean-Marc Lalanne) Der Stil erinnert an die frühen Filme des Amerikaners Hal Hartley: eine leicht regressive Fixierung auf das Studentenmilieu, verschroben oder komisch elaborierte Dialoge und unerwartete Ausbrüche von Musik, die bald Empfindungen widerspiegelt, bald zur Klärung einer rätselhaften Erzählung beiträgt. Mods handelt von einer leidenden Figur, deren Krankheit ebenso rätselhaft bleibt wie ihr Charisma. Das Community-Genre mit seinem Darstellerensemble, das sich ähnlich einer Theatertruppe durch den Film bewegt und je nach Etappe auftritt und abgeht, wird in Mods von einer klaren und äußerst ausgefeilten Handlungsfolge abgelöst, die zumindest intellektuell zu fesseln versteht. Als vielseitige Persönlichkeit, speziell als Filmkritiker der Zeitschrift «La Lettre du cinéma», gehört Serge Bozon zur Familie eines anspruchsvollen, aber auch mit Sinn für Humor ausgestatteten französischen Kinos. Schauspieler war Serge Bozon bereits in den Filmen Jean-Paul Civeyracs, mit Mods liefert er nun nach LAmitié seine zweite Regiearbeit in Spielfilmlänge ab. (Julien Welter) Ich wollte amerikanischen Garage-Sound der Jahre 1966/67, weil diese Musik viel ungeschminkter und amateurhafter ist als englischer Pop, der produzierter und voller klingt. Es ist Musik aus der Provinz, die nicht so sehr auf ihre Wirkung bedacht ist. Die Bands machen englischen Psychedelismus mit amerikanischen Surf-Gitarren. Manche von ihnen hatten nur einen Song. Es ist eine ungehobelte und zugleich extrem erfrischende, schlanke Musik mit einer Energie, wie sie nur Teenager haben. (Serge Bozon)