MOARTEA DOMNULUI LAZARESCU

V'05

MOARTEA DOMNULUI LAZARESCU

TOD DES HERRN LAZARESCU, DER

Cristi Puiu
RO, 2005
Spielfilme, 158min, OmdU

MOARTEA DOMNULUI LAZARESCU

Cristi Puiu
RO, 2005
Spielfilme, 158min, OmdU

Mit: 
Ioan Fiscuteanu
Herr Lazarescu
Luminita Gheorghiu
Mioara Avram
Gabriel Spahiu
Leo
Doru Ana
Sandu Sterian
Dana Dogaru
Miki Sterian
Serban Pavlu
Gelu
Florin Zamfirescu
Dr. Ardelean
Clara Voda
Dr. Gina Filip
Drehbuch: 
Cristi Puiu
Razvan Radulescu
Ton: 
Christian Tarnovetchi
Constantin Fleancu
Kamera: 
Oleg Mutu
Musik: 
Andreea Barbu
Ausstattung: 
Cristina Barbu
Kostüm: 
Cristina Barbu

Produktion: 
Mandragora, Intr. Serg. Ion Pantaru 021419 Bukarest, Rumänien T 21 252 7360, office@mandragora.ro
Weltvertrieb: 
The Coproduction Office Mommsenstraße 27 10629 Berlin, Deutschland T 30 32 77 78 79, info@thecopro.de
Verleih in Österreich: 
Stadtkino Filmverleih Spittelberggasse 3/3, 1070 Wien T 1 522 48 14, office@stadtkinowien.at
Format: 
35 mm
Farbe

PROPOSITIONS - Ausgewählte Beispiele eines Neuen Kinos Der 63-jährige Herr Lazarescu lebt mit seinen drei Katzen in einer kleinen Wohnung in einem der typischen Plattenbauviertel Bukarests. Seine Frau ist seit vielen Jahren tot, seine Tochter nach Kanada ausgewandert. Er hat also nur noch die Nachbarn, die er um Hilfe bitten kann, als es ihm eines Tages gesundheitlich schlechter geht. So beginnt die Odyssee des Herrn Lazarescu durch die Notaufnahmen der Krankenhäuser. Nicht zufällig heißt er Lazarescu (Lazarus) und mit Vornamen Dante Remus, der operierende Arzt Anghel (Engel) und die ihn begleitende Rettungsschwester Mioara Avram (Abraham). Aufgehoben in Abrahams Schoß, sagt man auch im Rumänischen. Puiu geht es nicht um eine anklagende Kritik der Verhältnisse und der schlechten medizinischen Versorgung. Er konstatiert die Gegebenheiten, mehr nicht. Die Art, wie die Menschen kommunizieren oder nicht kommunizieren, so Puiu, sei für ihn das zentrale Thema des Films; die merkwürdig erscheinende parallele Existenz von Rücksichtslosigkeit und Fürsorge im Umgang miteinander ist sehr präzise beobachtet. Und vieles mehr, was die rumänische Gesellschaft bestimmt: das Leben im sozialistischen Wohnblock, die Generationsunterschiede, das Geschlechterverhältnis, die alltägliche Geldfrage. Dieses Gespür für Lebenswirklichkeit und ihren sprachlichen Ausdruck macht Puiu zu einem der besten Autoren der neuen Generation. (Hilke Gerdes) Die epische Erzählung von der nächtlichen Krankenhaus-Odyssee eines sterbenden Alten, der in zunehmende Demenz verfällt, während überforderte Mediziner meist an ihm vorbeiagieren, besitzt eine Offenheit, Präzision und Vielschichtigkeit, die ihresgleichen suchen. Gleichermaßen von «Emergency Room» wie Rohmers Filmzyklus Six contes moraux inspiriert, berichtet Puiu mit langen Handkamera-Plansequenzen auf eine Weise von der Welt, die gleichermaßen bewegend wie bestürzend ist. (Christoph Huber)