Spielfilme

MIA EONIOTITA KE MIA MERA

EWIGKEIT UND EIN TAG, DIE
Theo Angelopoulos
FRA, GR, I 1998
130 min
V'98

Sterblichkeit und Politik sind die Themen, denen sich Theo Angelopoulos seit je verbunden fühlt und denen er treu geblieben ist. Seine Figuren unternehmen Reisen durch Zeit und Raum, meistens durch die nebligen (Grenz-)Landschaften Griechenlands. Bruno Ganz spielt den Helden Alexander in einer faszinierenden Rolle, die er eindrucksvoll ausfüllt. Alexander ist ein einst erfolgreicher Dichter kurz vor seiner letzten Reise ins Krankenhaus, das er wohl nicht mehr verlassen wird. Jung werden und noch einmal aufblühen lässt ihn die Begegnung mit einem albanischen Flüchtlingsjungen, den er auf seiner Fahrt durch Thessaloniki aus den Händen einer Bande befreit, die Kinder illegal zur Adoption vermittelt. Vergebens versucht er, den Jungen über die albanische Grenze zurück zu seiner Großmutter zu bringen, zunächst gar nicht wissend, dass der Junge ihn angelogen hat und die Oma gar nicht existiert. Alexander, der Dichter, dem die Wörter ausgegangen sind und dem der Junge neue "verkauft", nimmt auch Abschied von seiner alten Mutter, seiner Tochter und, in einer hinreißenden Rückblende, von seiner geliebten jungen Frau Anna, die vor ihm gestorben ist. Angelopoulos und seinem langjährigen Kameramann Giorgos Arvanitis gelingen Bilder von erschreckender Intensität: Menschen hängen wie Marionetten an dem elektrischen Grenzzaun in dem unwirtlichen, in Dunst getauchten Niemandsland. Ein apokalyptisches Szenario. (...) Dennoch ist es nicht Angelopoulos' düsterster Film geworden, sondern vielmehr sein emotionalster. (Marga Boehle)

Credits
  • Bruno Ganz - Governor
  • Isabelle Renauld
  • Achileas Skevis
  • Theo Angelopoulos
  • Tonino Guerra
  • Petros Markaris
  • Giorgio Silvagni
  • Andreas Sinanos
  • Giorgos Arvanitis
  • Bernard Leroux
  • Yannis Tsitsopoulos
  • Eleni Karaindrou
  • Giorgos Patsas
  • Giorgos Ziakas
Paradis Films

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35 mm
col
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