Das Kino des Jacques Rivette

The Long Voyage Home

John Ford
USA 1940
105min
V'02

Zweiter Weltkrieg. Der Frachter Glencairn fährt von der Karibik nach Baltimore und sticht dann mit einer Ladung Dynamit nach London in See. Der Schwede Ole Olsen träumt davon, in die Heimat zurückzukehren und Bauer zu werden. Seine Kameraden Driscoll, Yank und Cocky machen sich über ihn lustig, obwohl sie heimlich ähnliche Pläne hegen. Yank wird bei einem Sturm getötet. Und der Matrose Smitty, den die anderen zu Unrecht verdächtigt hatten, ein Spion zu sein, kommt bei einem deutschen Fliegerangriff um. In London feiern die Seeleute das Ende der Reise im Pub. Olsen, der schon die Fahrkarte nach Hause in der Tasche hat, wird auf ein anderes Schiff verschleppt. Die Kameraden retten ihn, aber Driscoll bleibt unfreiwillig auf dem Schiff zurück. Ford, geboren in Amerika, von irischen Eltern. Die Ideale des frühen Amerika prägen seine Filme, und mehr noch, darunter, Irland als Matrize. In allen seinen Filmen gibt es irische Typen, die auch in Amerika ihren Tonfall, das singende, aspirierte irische Brogue beibehalten haben. Gerade wenn man viele seiner Filme nacheinander sieht, merkt man, dass sie im Grunde nur immer wieder dieselbe Erfahrung in Szene setzen, gleichgültig ob es um Seeleute geht, die es nie schaffen, nach Hause zu kommen ( The Long Voyage Home), um Amerikaner aus dem Osten, die im Westen das Gelobte Land suchen ( Drums along the Mohawk, The Grapes of Wrath, Wagon Master ). Wie Deckerinnerungen sind diese Geschichten für die primäre Erfahrung dessen, der einmal ausgestoßen wurde und seitdem auf der Suche ist nach einem Ort, der dem gleicht, den er verlassen musste. (Frieda Grafe)

Credits
  • John Wayne - Henry, genannt «Ringo Kid»
  • Thomas Mitchell - Dr. Josiah Boone
  • Barry Fitzgerald - Mr. Gogarty
  • Mildred Natwick
  • Arthur Shields
  • Ward Bond
  • Ian Hunter
  • Wilfrid Lawson
  • Rafaela Ottiano
  • John Qualen - Axel Swanson
  • J.M. Kerrigan - Crimp
  • Joe Sawyer
  • Dudley Nichols
  • Eugene O'Neill
  • Jack Noyes
  • Gregg Toland
  • Sherman Todd
  • Richard Hageman
  • James Basevi
Walter Wanger Productions, Argosy Pictures
35 mm
bw
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