LEONARD COHEN - I'M YOUR MAN

V'06

LEONARD COHEN - I'M YOUR MAN

Lian Lunson
USA, 2005
Dokumentarfilme, 104min, OF

LEONARD COHEN - I'M YOUR MAN

Lian Lunson
USA, 2005
Dokumentarfilme, 104min, OF

Mit: 
Leonard Cohen
Nick Cave
Kate McGarrigle
Anna McGarrigle
Rufus Wainwright
Martha Wainwright
Antony
Linda Thompson
Teddy Thompson
Jarvis Cocker
U2
Drehbuch: 
Lian Lunson
Ton: 
Graham Wyse
Rob Schreiber
Mark Malouf
Kamera: 
Geoff Hall
John Pirozzi
Lian Lunson
Brit Marling
Schnitt: 
Mike Cahill
Musik: 
Leonard Cohen

Produktion: 
Horse Pictures c/o Lionsgate Films 2700 Colorado Ave., Suite 200 Santa Monica, CA 90404, USA T 310 255 37 00, F 310 255 37 70
Weltvertrieb: 
Lions Gate Films International 2700 Colorado Blvd, 2nd Floor Santa Monica, CA 90404, USA T 310 255 3913, aboysen@lionsgate.com
Format: 
35 mm
Farbe

Im Januar 2005 interpretierten im Rahmen eines Tribute-Konzertes in Sydney unterschiedlichste Künstler Songs von Leonard Cohen. Leonard Cohen I'm Your Man zeigt die Auftritte dieses so genannten «Came So Far For Beauty»-Abends in der Oper von Sydney, aber er führt auch hinter die Kulissen der Show. Neben beteiligten Künstlern wie Nick Cave, Jarvis Cocker, Antony, Linda Thompson, Rufus und Martha Wainwright kommt in Interviews auch Leonard Cohen selbst zu Wort: Mit trockenem Humor kommentiert er die Stationen seiner Karriere. Zwischen den Songs erzählen die Musiker in kurzen Interviews, was sie an Leonard Cohen interessiert und fasziniert: Der unvermeidliche Bono stellt Cohens Poesie neben die von Mary Shelley, John Keats und Lord Byron. Und während sich Cohen mit seiner schönen, tiefen Stimme selbst an Geschichten erinnert - aus seiner Kindheit und Jugend in Montreal, seine erste Begegnung mit der Poesie in der Synagoge, die Vorliebe für edle Anzüge, sein Interesse für die Dichter der Beat-Generation -, erleben wir all diese Geschichten auch in seinem Gesicht. Ganz nah ist die Kamera dran: am Alter, den Falten, der Erfahrung, an Cohens melancholischen Augen. Und während er redet, legt sich immer wieder ein distanziert-amüsierter Zug um seinen Mund. Tatsächlich amüsiert habe ihn, sagt Cohen, dass man ihn als Sänger bezeichne. Poet, ja, aber Sänger? Wo er doch nicht mal einen Ton halten könne. Auch, dass er als Kultheld verehrt worden sei. Und wir sehen Zeichnungen von Cohen, frühe Gedichtmanuskripte, kleine Filmausschnitte aus dem privaten Familienarchiv mit dem kleinen Leonard auf dem Dreirad. Und dann hat er noch ein paar wunderbare Anekdoten über seine Zeit im Zen-Kloster Anfang der 90er Jahre. Das ist alles in höchstem Maße unterhaltsam. Ein schöner Film. (H.P. Daniels)