JE PENSE À VOUS

V'07

JE PENSE À VOUS

MADE IN PARIS

Pascal Bonitzer
F, 2006
Spielfilme, 82min, OmdU

JE PENSE À VOUS

Pascal Bonitzer
F, 2006
Spielfilme, 82min, OmdU

Mit: 
Edouard Baer
Hermann
Géraldine Pailhas
Diane
Marina de Van
Anne
Charles Berling
Worms
Hippolyte Girardot
Antoine
Drehbuch: 
Pascal Bonitzer
Ton: 
Frédéric Ullmann
Vincent Guillon
Emanuel Croset
Kamera: 
Marie Spencer
Schnitt: 
Monica Coleman
Musik: 
Alexei Aigui
Ausstattung: 
Wouter Zoon
Kostüm: 
Marielle Robaut

Produktion: 
Rezo Productions 29 rue du Faubourg Poissonnière 75009 Paris, Frankreich T 1 42 46 46 30, infosrezo@rezofilms.com
Weltvertrieb: 
Rezo Films International 29 rue du Faubourg Poissonnière 75009 Paris, Frankreich T 1 42 46 46 30, infosrezo@rezofilms.com
Verleih in Österreich: 
Stadtkino Filmverleih Spittelberggasse 3/3, 1070 Wien T 1 522 48 14 office@stadtkinowien.at
Format: 
35 mm
Farbe

Es ist nicht immer einfach, den richtigen Ausweg zu finden, und in den Filmen von Pascal Bonitzer, dem ehemaligen Filmkritiker und Drehbuchautor für Regisseure wie Jacques Rivette, war das schon immer schwierig. Bonitzers Filme leben von den versteckten Handlungen seiner Protagonisten, denen es meist erst über Umwege gelingt, ihr Ziel zu erreichen. Petites coupures hieß einer seiner Filme, und tatsächlich sind es die kleinen Wunden, unter denen auch die Menschen in seinem jüngsten Film, Je pense à vous , zu leiden haben. Schon der Beginn wirkt wie eine Miniatur dieses Spiels der falschen Wege, wenn auf einem Friedhof der Verleger Hermann nach einem Begräbnis nicht den Ausgang findet. Auf diese Weise trifft er seine frühere Freundin Anne wieder, die sich - auf einem Grab sitzend! - seine Telefonnummer auf den Handrücken schreiben lässt, was der Autor Worms sieht, fotografiert und für seine Zwecke ausnützt: Denn Hermann ist mittlerweile nicht nur mit Worms' früherer Freundin Diane liiert, sondern auch im Begriff, dessen neuesten Roman zu veröffentlichen - in dem wiederum Diane ungewollt eine Rolle spielt. Derart entwickelt sich Je pense à vous auch zu einer filmisch vielschichtigen Konstruktion und erweist sich als ein erotisches Verwirrspiel, als ein Reigen von Macht, Begehren und Unschuld. Einmal mehr zeigt sich Bonitzer dabei als ein Meister im Umgang mit Tempo und Rhythmus, wenn es darum geht, seine Interessen und Ziele zuerst erreicht. Ein elegantes Stück Kino mit einer Reihe wunderbarer Schauspieler, ein moralisches Lehrstück, das vom wirklichen Leben eingeholt wird. So wie das Ende den Anfang einholt. Der Kreis hat sich geschlossen, doch jemand wird fehlen.