FILME VON GEORGE KUCHAR UND MIKE KUCHAR

V'09

FILME VON GEORGE KUCHAR UND MIKE KUCHAR

Georg Kuchar, Mike Kuchar
Kurzfilme, 110min,

FILME VON GEORGE KUCHAR UND MIKE KUCHAR

Georg Kuchar, Mike Kuchar
USA,
Kurzfilme, 110min,

Produktion: 
Georg Kuchar, Mike Kuchar
Weltvertrieb: 
Georg Kuchar, Mike Kuchar 3434 #A, 19th Street San Francisco, CA 94110, USA

Die Kurzfilmreihe Filme von Mike und George Kuchar ist ein aus vier Filmen bestehendes Programm mit Arbeiten des legendären Brüderpaars, dazu kommen zwei neue Arbeiten, die Mike Kuchar erst heuer realisierte. Die Kuchar-Zwillinge, geboren 1942 in der Bronx, etablierten sich in den frühen 60er Jahren in der New Yorker Film-Underground-Szene an der Seite von Jonas Mekas, Ken Jacobs und Michael Snow. Gefördert unter anderem von Mekas, einem der herausragenden Protagonisten der US-Independent-Filmszene, präsentierten die damaligen Teenager ihre auf 8mm gedrehten Home-Movies und galten bald als die «Mozarts des 8mm-Films». Die früheste der gezeigten Arbeiten ist I Was a Teenage Rumpot, die die beiden als 18-Jährige drehten - heute ein Klassiker des Underground-Kinos. Kuchar-Filme hatten rasch ihr eigenes und unverwechselbares Erkennungszeichen: Ihre «Pictures» speisten sich aus den verbotenen Kinoträumen Hollywoods und seiner B-Movies, aus Melodramen, Science-Fiction- und Horrorfilmen der 40er und 50er Jahre. Kuchar-Filme waren Camp, ehe der Begriff auf das Kino angewendet wurde. Es waren, wie George Kuchar sie einmal nannte, «Readers-Digest-Zusammenfassungen eines Hollywood-Lebens. Jedes Gefühl, jede Aufregung füllt für eine Stunde die Leinwand.» Wenngleich beider Namen bis heute oft zusammen auftauchen, hält sich die Anzahl der gemeinsamen Filme in überschaubaren Grenzen. Pagan Rhapsody, über den Tod eine Starlets inklusive Blick in die Kloschüssel, entstand 1967 etwa bereits im Alleingang von George Kuchar, der 1971 an die Filmabteilung des San Francisco Art Insti­tute übersiedelt, wo er mit Art Spiegelman und Bill Griffith zusammenarbeitet. In A Reason to Live, einem schwarzweißen Melodram, greift er einen Satz aus Hold Me While I'm Naked auf: «There were a lot things worth livin' for.» Was man wiederum für die jüngsten Filme Mike Kuchars, Dumped und Swan Song, gelten lassen könnte. Weiters ist in dieser Kurzfilmreihe der Film The Craven Sluck (1967) enthalten.