FEUX ROUGES

V'04

FEUX ROUGES

SCHLUSSLICHTER

Cedric Kahn
F, 2003
Spielfilme, 106min, OmdU

FEUX ROUGES

Cedric Kahn
F, 2003
Spielfilme, 106min, OmdU

Mit: 
Jean-Pierre Darroussin
Antoine
Carole Bouquet
Hélène
Vincent Deniard
Tramper
Charline Paul
Kellnerin
Jean-Pierre Gos
Inspektor
Drehbuch: 
Cédric Kahn
Laurence Ferreira-Barbosa nach dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon
Ton: 
Jean-Pierre Duret
Kamera: 
Patrick Blossier
Schnitt: 
Yann Dedet
Musik: 
Claude Debussy
Ausstattung: 
François Abelanet
Kostüm: 
Elisabeth Tavernier
Edwige Morel D'Arleux

Produktion: 
Alicéléo 1 quai Gabriel Péri 94340 Joinville le Pont, Frankreich T 1 43 97 68 00, F 1 43 97 68 01
Weltvertrieb: 
Celluloid Dreams 2 rue Turgot 75009 Paris, Frankreich T 1 49 70 03 70 info@celluloid-dreams.com
Verleih in Österreich: 
Stadtkino Filmverleih Spittelbergasse 3, 1070 Wien T 1 522 48 14, stadtkino@nextra.at
Format: 
35 mm
Farbe

Feux Rouges nach dem gleichnamigen Buch von Simenon ist ein kriminalistisches Beziehungsdrama voll höchster Spannung, alltäglichem Horror und hitchcockartigen Überraschungen und Wendungen. Die Reise des Versicherungsvertreters Antoine und seiner Frau Hélène großartig gespielt von Jean-Pierre Darrousin und Carole Bouquet ins Ferienwochenende, beginnt mit dem lauen Ekel einer überlebten Beziehung und endet im Albtraum. Oder war alles anders? Frau fährt, Mann träumt? Ein frustrierter Versicherungsangestellter und eine erfolgreiche Anwältin. Ihre Ehe ist vom Mehltau befallen, hier ist die Routine die Quelle des Horrors. Er trinkt erst ein paar Bier, dann ein paar doppelte Whiskeys; sie steigt unterwegs aus und nimmt den Zug. Der Frust steht ihm ins Gesicht geschrieben, die Schultern hängen, sein Gesicht gleicht einer Landschaft, die immer mehr verwüstet. Cédric Kahns Simenon-Verfilmung Feux rouges hat von den ersten Einstellungen an ein Flair des Unwirklichen: die Blicke aus der Vogelperspektive auf die Bürostadtwelt von La Défense, die wie ein Arrangement überdimensionaler geometrischer Formen aussieht, die Bilder der Nacht, in denen die Farben so wunderbar wie auf einem Aquarell ineinanderfließen, das unwirkliche Weiß des Krankenhauses, vor dem das blaue Hemd des Mannes geradezu explodiert wie die Verzweiflung, mit der er seine Frau sucht, die nicht am Bestimmungsort des Zuges angekommen ist. Beiden ist etwas Schreckliches geschehen, und wie ein Taschenspielertrick des Schicksals wirkt es, dass diese beiden Schreckenserlebnisse zusammenhängen. (Peter Körte)